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3. Gutenberg-Marathon Mainz

für Running-pur, geschrieben am 25.05.2002.


Der 3. Gutenbergmarathon am Pfingstmontag, 20.Mai 2002 wird mir immer als mein zweiter Marathon in Erinnerung bleiben.

Was wird mich außerdem an Mainz erinnern?

1. Der freundliche Herr an der Marathon-Hotline. Anfang März war die Starterliste online. Flugs nachgefragt, warum ich noch nicht in der Datei auftauche. Die Antwort völlig zufriedenstellend, daß sukzessive die Liste vervollständigt wird. Startnummer durfte ich mir dann auch noch aussuchen, also kurz überlegt und mein Geburtsjahr gewählt. Dank der aufmerksamen Hotline. Schnell noch meine Chipnummer durchgegeben, zwei Tage später ist alles richtig bei Championchip online nachzulesen. Ich starte im Running-pur Team.

2. Internetpräsenz: Eingebunden in die Webseite der Stadt Mainz (marathon.mainz.de) erfährt man alles, was man für den Lauf wissen sollte. Presseberichte sind auf aktuellstem Stand. Dazu ein guter Streckenplan, Trainingsempfehlungen, Berichte zum Marathon und brauchbare Links.

3. Vor dem Start: Startunterlagen habe ich ohne jegliche Wartezeiten am Sonntag bereits abgeholt. Kurz bin ich durch die Marathon-Messe geschlendert. Na ja, den Ansprüchen entsprechend reicht es alle Male. Schnäppchen konnte man auf jeden Fall erwerben. Es gab auffallend wenig Ausschreibungen für andere Läufe. Die Nudelparty sucht seines Gleichen. Wo bekommt man schon die Pasta auf Porzellan und Tischdecken kredenzt. Das Hilton-Hotel hat hier ganze Arbeit geleistet. Klasse!
Die Parksituation ließ keine Wünsche offen. Am Renntag angereist, auf Parkplatz gewunken, ein Kilometer locker zum Marathon-Zentrum geschlendert.
Den Kleiderbeutel - keine Tüte, nein - gesponsert von der AOK schnell abgegeben und auf die Suche nach einer Toilette gemacht. Auch kein Problem!
Davon gab es reichlich. Wartezeiten natürlich obligatorisch nicht nur für die Frau. Aufwärmen und einlaufen an der Rheinpromenade und Startaufstellung eingenommen.
Ich wundere mich noch über die Kinder mit Scherpe und lasse mich aufklären, dass die eine Staffel laufen. Aha, gute Idee, so kommt der Nachwuchs zum Marathon. Außerdem befinden sich Handrollis, Rollstuhlfahrer und Walker auf der Strecke.

4. Start und Strecke: Erstläufer hinten, versteht vielleicht jeder. Da gehören aber auch alle hin, die über vier Stunden den Marathon bewältigen wollen. Na ja, da kann man ins Grübeln geraten. Die Abgrenzungen zwischen den Zeitzonen hätten deutlicher erkennbar sein können. Startschuß sollte um 09:30 h ertönen. Leider verzögerte der sich aus mir unerklärlichen Gründen. Bereits jetzt hatten wir locker die 21 Grad Celsius erreicht. Man sollte sich überlegen, ob man den Start eines Marathon Ende Mai nicht grundsätzlich auf 08:00 Uhr oder 08:30 Uhr vorzieht. Die Vier-Stunden-Läufer würden sehr dankbar sein.
Die Stimmung im Starterfeld war aber ausgezeichnet und wirklich langsam rollte der Zug über die Startlinie auf den zwei Runden-Parcour. Gleich ein kleiner Anstieg zur Theodor-Heuss-Brücke, aber nach einem Kilometer wurde es endlich breiter, ab da hat sich das Feld schnell sortiert.
Die Strecke führte dann anläßlich des Jubiläums von Schott in Mainz über das Betriebsgelände. Eine gute Idee! Dieser Streckenabschnitt sollte auf jeden Fall beibehalten werden. Hier war auch die erste Verpflegungsstation. Aufgefallen ist die errichtete Tribüne für Ehrengäste. Wie man hörte waren Ex-Leichtathleten Guido Kretzschmar, Ellen Wessinghage und andere Promis anwesend. Ich fand die Hostessen dort sehr ansehnlich sowie die Schichtarbeiter in ihrem Blaumann. Weiter ging es an der Bahn entlang zum nördlichsten Punkt der Strecke. Ã?tzend! Die Hitze war hier leider zu gut spürbar, besonders in der zweiten Runde. Mein Pulsmesser versagte seinen Dienst wegen der Hochspannungs- und Oberleitungen. An der Verpflegungsstation wurden Getränke in Klarsichtbechern gereicht. Einem Scherbenhaufen - glitzern und funkelnd - glichen die nachfolgenden Meter.
Dann ging es in die Karnevalshochburg der Mainzer nach Mombach. Mir reichte es bereits beim ersten TamTam. Aber ich bin auch Norddeutscher und habe für das Klimbim nicht viel übrig. Die Stimmung war aber wirklich riesig. Besonders möchte ich den Anwohnern für die privat initierten Wasser- und Getränkestellen danken. Mein Eindruck war es, dass es insgesamt zu wenig offizielle Verpflegungsstationen gab. Statt alle vier Kilometer besser alle zwei Kilometer (zumindest Wasserstellen).
Auch hätte ich mir gewünscht, dass diese vorher angekündigt worden wären. So bin ich auch an den ersten zwei Stellen geschwindt vorbeigelaufen. Das sollte sich schon bald rächen. Dann kam ein ruhiger Abschnitt. Man näherte sich der Altstadt und das Interesse der Zuschauer nahm merklich zu. Wieder Karnevals-TamTam, einige Bands spielten Musik, Kinder reichten die Hände zum Abklatschen. Na ja, da kann man mitmachen.
Mein persönlicher Marathon-Fanclub erwartete mich, knips-knips und weiter ging es. Einmal um das Landesmuseum, die Große Bleiche hoch und schon stand mein Fanclub wieder vor mir. Tolle Streckenführung. Später habe ich mir an dieser Stelle Jimi Hendrix gewünscht, bin aber vom DJ auf die dritte Runde vertröstet worden. Ich nehme ihn nächstes Jahr beim Wort. Dann kam der mir vom W-N-S (Skaten in Mainz) bekannte Abschnitt. Auf zum Dom. Hier wurden die Zuschauermassen unzählbar. Eine Stimmung wie in Hamburg am Eppendorfer Baum. Etwas Gänsehaut bekam ich schon. Die Kopfsteinplasterpassage herunter sah man bereits den VanMan Jochen in action. Unermüdlich begrüßte er die Läufer und feuerte sie an. Der Streckenabschnitt nach Weisenau lag nun vor den Läufern. Doch, wo war die Verpflegungsstation. Leider nur auf der gegenüberliegenden Seite. Schade! Gerade jetzt nach dieser Aufregung in der Altstadt hätte ich mir gern was zu trinken gegönnt. Wie im Norden ging es auch zum südlichsten Punkt der Strecke an der Bahn entlang. Dieser Abschnitt ist extrem langweilig und unansehnlich. Der Rhein liegt so nah und doch so fern, die Bahn verwehrt den Blick auf die Rheinschiffer. Immerhin hat die Aktivierung durch den Sponsor AMADEUS etwas zur Zuschauerbereicherung beigetragen. Natürlich spielten hier auch hier wieder Karnevalskapellen.
Eine politische Partei warb um ihr Ziel mit den xy-Prozent. Ich dachte mir nur, ihr Vorhaben ist genausowenig realistisch wie meine angestrebte Bestzeit von 3:45 h. Dann kam endlich die Verpflegungsstation. Plumps begann mein Waterloo, Krämpfe setzen ein, abrupt verlor ich jede Motivation zum weiterlaufen. Die beiden Passtschon98-er musste ich ziehen lassen, schade. Am Südpol schnell noch die Zeitnahmematte überlaufen und dann ging es deutlich langsamer zurück zur Start-Ziellinie.
Mein Leid habe ich dann einem Freund geklagt und dran gedacht nach 21.1km auszusteigen. Für die zweite klägliche Runde danke ich dir, Jens!
An der Ziellinie wurden die Halbmarathonis bereits mit ihrer verdienten Medaille geehrt, als ich mich auf die nächste Hälfte machte. Mitleidvolle Blicke trafen mich von den verbliebenen Zuschauern. Ich glaube, die haben nicht dran gedacht, dass es außer den Topathleten Freizeitsportler gibt, die sich der ganzen Distanz von 42195 Metern stellen und Temperaturen von inzwischen 26 Grad Celsius trotzen wollen.
Selbst in Mombach war nichts mehr los, gleiches gilt auch für die Altstadt. Nur Unermüdliche blieben auf der Strecke. Die waren aber wirklich fantastisch für die Eigenmotivation. So lief ich langsam, ganz langsaaamm weiter.
Mein Fanclub um Julja, Andrea und Christian traf ich auch wieder, die halten zu mir. Ebenso die treuen Helfer an den Verpflegungspunkten. Leute, das war echt Spitze von euch. Aufmunternde Worte, reichlich Wasser, Bananen und eine Dusche aus Eimern oder Schläuchen.
In Weisenau habe ich mich dann auch an RedBull herangetraut. Flügel verleiht das nicht sondern verursacht Magenkrämpfe. Nächster Versuch mit Magnesiumgetränk - gleiches Ergebnis. Fleissige Skater - mir vom TNS-Frankfurt bekannt - versorgen uns mit Wasserbechern. Habt Dank! Mir kommen auf der anderen Seite weitere müde Läufer entgegen. Die halten alle bis zum Ende durch. Das sind die wahren Gewinner.

5. Ziel: Im Endspurt dann nochmal ein Lächeln auf die Lippen gezaubert und das Piepsen der Zeitnahme registriert. Die Kamera vom Zielvideoservice (www.victorycam.de) konnte ich im Schatten erkennen. Da bin ich mal gespannt, wie ich in Natura aussehe. Enttäuschenderweise gab es keine Medaillen mehr, das darf doch nicht wahr sein! Ich überlege schon, ob ich irgend einem Finisher die Plakette vom Hals reiße und wegsprinte. Diese Idee kann ich aber gleich verwerfen, dafür reicht meine Kraft nicht mehr. Schnell etwas trinken. Ein freundlicher Zuschauer bietet mir von seinem Bier ein Schluck an. Das kühle Nass erreicht nicht den Magen, es verdunstet sofort in der Kehle. Puh, jetzt bin ich wieder frisch. Getränke gab's reichlich auf dem Weg zur Kleiderbeutelrückgabe. Nichts besonderes. Was festes habe ich leider nicht vorgefunden oder übersehen!

6. Der Ausklang: Die Duschen waren warm. Hui! Damit habe ich nun überhaupt nicht gerechnet. Sonst sind sie immer kalt. Jetzt wo man sich Abkühlen will, verbrennt man sich fast den Hintern.
Danach habe ich noch den perfekten Massageservice in Anspruch genommen. Nur knapp fünf Minuten warten und meine Muskeln wurden von geübten Händen gelockert und geknetet. Danach konnte ich wieder springen wie ein junges Reh. ;-) Danke dafür! Die Schnellurkunde konnte ich auch danach abholen sowie einen Stempel für den Laufpass der RunReebok-Trophy. Ergebnisse waren abends bereits online abrufbar bei Championchip.

7. Fazit: Mainz ist ein guter Marathon. Punkt! Die Zuschauer und die Organisation sind ein Plus, die Strecke eher ein Minus. Vielleicht kann man die optimieren. Auch mit dem Thema Verpflegungsstellen sollte man sich eindringlich befassen. Die angestebte Zahl von 5555 Startern wurde deutlich überschritten, das hatte aber bis auf die Medaillenvergabe keinen Einfluß auf die Veranstaltung. Ich laufe nächstes Jahr bestimmt wieder in Mainz.

8. Dank an running-pur für die Einladung zum Freistart. Es hat Spaß gemacht. Die Berichte eurer Tester lese ich immer mit großer Aufmerksamkeit und ziehe echten Nutzen daraus.

Weiter so!


Hinzugefügt:  Mittwoch, 28. August 2002
Von:  Admin
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Zugehöriger Link:  Mainz Marathon, für: running-pur
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