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Marathon: #13: 18. Olympus Marathon Hamburg
veröffentlicht 27.04.2003, 20:32 Uhr
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Laufen27.04.2003: Hamburg in 3:39:41

18. Hamburg Marathon
Bei meinem 13. Start ?ber mindestens die Marathondistanz (50er in Rodgau) w?re es auch fast schiefgegangen, mit dem Wetter. Doch es ist alles gut gegangen und ich konnte mein zweites Marathonjahr mit einer Zeit im Ziel von 3:39:41 einl?uten. Vor einem Jahr in Hamburg gings zum ersten Mal an den Start. Seitdem bin ich irgendwie fasziniert von der Herausforderung, die Distanz zu bew?ltigen und den Schweinehund zu ?berwinden. In der Nacht gab es st?rmische B?en und peitschenden Regen, der am Samstag um 17:15 h - p?nktlich mit dem Abpfiff der Fu?ballbundesliga-Partie zwischen dem HSV und N?rnberg - einsetzte. So wurde ich Gott-sei-Dank nur auf dem Weg vom Stadion nach Stellingen na? und fror auf dem Weg zu meiner Schwester Kerstin nach Buxtehude.

Am fr?hen Morgen sieht alles anders aus. Die Wolken sind zwar immer noch da, aber von Regen keine Spur. So fahre ich dann nach Harburg, um mich mit den kostenlosen ?ffentlichen Verkehrsmitteln zum Start zu fahren zu lassen. Dort angekommen herrscht ein reges Treiben. Die Spitzenl?ufer werden vom Streckensprecher vorgestellt, ohne da? es zu wahnsinnigen Jubelausbr?chen kommt. Jeder ist mit sich selbst besch?ftigt. Die Rollis und Skater stehen schon fast in den Startl?chern; f?r mich ist aber noch reichlich Gelegenheit, die richtige Kleidung zu w?hlen. Ich vertraue auf Hamburg; traditionell ist am Tag de Marathon gutes Wetter. Ich ziehe selbstverst?ndlich kurz an; allerdings mit Halbarm, das hat sich bisher immer bew?hrt.

Drau?en rennt alles Durcheinander. Skater fahren einen fast ?ber den Haufen, um noch rechtzeitig zum Start zu rollen. Ich gebe meinen Sachen ab und gehe in die Halle 6. Hier kann sich jeder gen??lich zur?ckziehen und/oder sich warmlaufen. Von Hektik ist wenig zu sp?ren. Der Einla? in die Startaufstellung ist viel zu eng. Ein Gatterteil weniger und alles w?rde sich viel schneller entzerren. Und: ?rgerlich ist der Aufenthalt von den vielen Nicht-L?ufer, die die Startaufstellung bev?lkern. Die "Lieben" geh?ren direkt an die Strecke, nirgend anderswo, merkt es euch.

Kurz vor dem Start fliegen wieder die Fetzen, Lumpen, Plastikt?ten. Die Temperatur ist recht angenehm, ich sch?tze so 12?C. P?nktlich geht es dann auch los und zwar z?gig vom ersten Schritt an. Nach 108 Sekunden bin ich ?ber die Zeitnahmematte gelaufen und starte meine Uhr. Letztes Jahr mu?te ich bei meinem Deb?t noch 10 Minuten am Gorch-Fock-Wall auf meinen Start warten. Jetzt bin ich vorne mit dabei. Dieser zeitversetzte Start ist in Hamburg wirklich professionell. Das Feld entzerrt sich, jeder kann nach seinem Leistungsverm?gen frei laufen. In Frankfurt hat das zum Beispiel ?berhaupt nicht geklappt, trotz zweier Startbereiche. Nat?rlich reihen sich immer wieder L?ufer in den falschen Block ein. Ich glaube, da? l??t sich nur mit drastischen Ma?nahmen verhindern, die meiner Ansicht nach nicht n?tig w?ren.

Schnell geht es Richtung St. Pauli und ?ber die Reeperbahn. Meines Erachtens sind hier weniger Zuschauer als letztes Jahr. Die Live-?bertragung im NDR k?nnte daran Schuld sein. Viele Zuschauer verfolgen das Rennen zu Hause am Bildschirm. Daf?r lassen sich widerum einige leicht bekleidete Damen sehen, zum Fotoshooting, nicht zum Anfeuern. Unser Weg kreuzt die Max-Brauer-Allee und es geht von Altona nach Ottensen. Rechts oben sind die Fenster sperrangelweit ge?ffnet und wie letztes Jahr t?nt ordentlich laute Musik herunter. Ich liebe das. Bruce Springsteen vernehme ich, genau mein Musikgeschmack. Super! Jetzt wird es das erste Mal etwas enger, aber nicht zu eng. Gute Stimmung herrscht auch bei den Feurwehrleuten auf ihren Fahrzeugen. Ich w?nsche einen angenehmen Dienst.

Verpflegungsstationen sind alle 5 Kilometer und Wasserstellen ab Kilometer 7,5 auch im 5km Abstand. Das klappt alles wunderbar. Alle Tische sind voll mit Wasserbechern. Ich bleibe ausschlie?lich bei Wasser bis auf zwei Ausnahmen. Bei Kilometer 5 und 25 wird Ultra Buffer angeboten. Da schnappe ich mir jeweils zwei Becher. Die Ausschilderung dieser Stellen ist professionell vorgenommen worden. Absolut vorbildlich. Die Kilometermarkierung sind haargenau dort, wo sie hingeh?ren n?mlich an der genau ausgemessenen Stelle. Die Blue Line weist uns den Weg auf der Ideallinie. Abk?rzen tut so gut wie keiner. Etwas weiter nach Westen f?hren uns diesmal die Markierungen, Ergebnis der Strecken?nderungen, die notwendig wurden, weil die Stra?e am amerikanischen Konsulat an der Au?enalster aus Sicherheitsgr?nden gesperrt wurde (die Aufregung um die zun?chst zu lang ausgemessene Strecke habe ich nicht verstanden. Jetzt sind es aber genau 42,195 Kilometer plus 1%o, wie vorgeschrieben). Die leidenswerten Leute von Kilometer7 mu?ten ihr Schild auch ab?ndern. Das Fr?hst?ck dort lasse ich aber ausfallen. Ich f?hle mich blendend und bin bepackt mit meinen Gels.

Ich liebe die Elbchaussee. Immer mal wieder ein Blick hie und dort. Ein-, Zweihundert Meter weiter links schiebt sich parallel die Masse der Marathonis durch die Stra?en. Rechts gibt es einen sch?nen Blick auf den Hafen. Palmaille, die erste Zeitmatte ist passiert. Gleich sind wir am Fischmarkt. Es geht recht steil "bergab". Ich la? die Beine laufen, meine schnellste Kilometerdurchgangszeit stoppe ich hier. Die Zuschauer sind fantastisch. Ein riesen Gejohle, eine Begeisterung, die seinesgleichen sucht. Etwas wellig ist es nun, ein, zwei Meter hoch und runter gehts. An den Landungsbr?cken bei Kilometer 12 ist eine Stunde vergangen. Drei Kilometer weiter kommt der Stand von UltraSports und der Tunnel, wo ich auf den Pacemaker 3:30 auflaufe. Diesem folge ich f?r die n?chsten 6 Kilometer. An der Kunsthalle sehen wir wieder Sonnenlicht.

An der Binnenalster wird es sehr, sehr eng. Die Zuschauer dr?ngen in die Stra?e hinein. Das Tempo ist dadurch merklich langsamer geworden. Es kommt zu einigen kleinen Remmplern. Einige Kilometermarkierungen bekomme ich nicht mit. Teilweise ist der Belag sehr rutschig. F?r die Skater war das bestimmt nicht einfach. So, jetzt sind wir fast rum, links liegt die Esplanade. Da laufen wir sp?ter bei Kilometer 41 lang. Jetzt sind wir aber erst bei Kilometer 17 und schon auf der Kennedybr?cke. Weitere Luxushotels liegen am Weg, der uns jetzt erstmal am ?stlichen Ufer der Au?enalster entlang f?hrt. Und prompt kommt die Sonne raus. Kaum zu glauben: Hamburg hat immer sch?nes Wetter. So k?nnte es eigentlich bleiben. Doch auch der Wind nimmt sp?rbar zu. Noch bl?st er in den R?cken.

Kilometer 20: Der VanMan ist zu h?ren. Unerm?dlich z?hlt der Jochen die L?ufer namentlich auf. Nur ein kurzer Gru?, schon bin ich davon. Nach der Zeitmessung bei Km 20 folgt die Matte an der Halbmarathonmarke. Ich wechsle einige Worte mit Dr. Keiner aus Rheine. Der hat noch die M?digkeit vom Kyffh?user Berglauf in den Knochen. Ich f?hle mich auch nicht mehr ganz frisch. In Barmbek erreichen wir die Saarlandstra?e und die dortige U-Bahn-Station. Wieder Menschenmengen ohne Ende, das hei?t, auch wieder richtig (friedlichen) Krawall. Wir haben es so gewollt! Wieder ein kleiner Anstieg, Alte W?hr, S-Bahn-Station, Zuschauermassen, eigentlich eine breite Stra?e. Die Blue Line ist weg. Die Zuschauer stehen drauf, bilden ein Spalier. Die Kilometermarke sehe ich f?nf Meter hinter den Zuschauerreihen. 25 Kilometer und nochmal lockt der Stand mit Ultra Buffer.

Nach dem Gr?n des Stadtparks kommt die B?rostadt am ?berseering. Erstaunlicherweise ist es hier nicht totenstill. Im Gegenteil. Hamburg hat ein zu gut ausgebautes ?NV-Netz . Die Station Alsterdorf beschert uns diesmal, da? wir nicht allein sind. Links sieht man, wo man in zwei Kilometern auch sein k?nnte. Die Massageliegen bei der 30er Marke sind wie die schon bei Kilometer 20 restlos belegt. Viele straucheln. Der Hammermann l??t gr??en. Friedhof Ohlsdorf liegt gleich rechts. Da laufe ich mal schnell dran vorbei. F?r manche lockt der rote Eingang zur U-Bahnstation; mich nicht. Ich brauche noch den Eppendorfer Baum. Immer wieder das absolute Highlight, was den Zuschauerzuspruch und die Begeisterung betrifft. Doch dahin f?hren lange Geraden: Maienweg, Alsterkrugchaussee, Tarpenbekstra?e, wo der "Baumann" letztes Jahr ausgestiegen ist.

Aber dann: G?nsehaut-Feeling pur. Eppendorfer Baum, Klosterstern. Wahnsinn. Das mu? man erlebt haben! Irgendwie ist das wie Tour de France in den Alpen. Daf?r lohnt sich der Start in Hamburg, zahlt sich das Startgeld aus (n?chstes Jahr soll es erh?ht werden - und wenn schon!!!), die lange Anreise, das Training, die Strapazen.

Neu im Programm ist die Rothenbaumchaussee und der sanfte kleine Anstieg. Mir gef?llt dieser Abschnitt mit seinen sch?nen H?user und den Blick auf das Tennisstadion. Und pl?tzlich sind wir schon am Dammtor. Ein Zug f?hrt ein und macht ein riesiges Gekreische. Trotzdem sind die Zuschauer lauter und peitschen uns vorw?rts. Nur noch zwei Kilometer bis zum Ziel. Jetzt nochmal alles geben. Am Finnland-Haus herum auf die Esplanade, dann auf leicht ansteigend den Gorch-Fock-Wall folgend, um eine, eine zweite und eine dritte Ecke herum und dann endlich habe ich einen freien Blick auf das Ziel. Die dreihundert Meter vergehen wie im Fluge. 3:39:41 ist in Ordnung. M?de lasse ich mir meine Medaille am blauen Bande umh?ngen. Im Ziel ist reichlich Platz, kaum Gedr?nge. Ich gehe gleich zu den Hallen r?ber. Erstmal ein Bier ordern. Schade, da? einem das hier nicht angereicht wird. Hoffentlich stellen die n?chstes Jahr einen weiteren Stand hin.

Die Kleiderausgabe funktioniert rucki-zucki. Wenn sich dar?ber jemand beschwert, k?nnte ich wild werden. Die vielen freiwilligen Helfer sind richtig motiviert, jederzeit voll bei der Sache. ?berall an der Strecke, im Zielbereich, in den Hallen bei der Startnummernausgabe und, und, und hat das super geklappt. Die medizinischen Hilfskr?fte mu?ten aufgrund der Wetterbedingungen nicht so h?ufig ran. Die Masseure haben jetzt aber Hochkonjunktur. Da gibt es an der Orga nichts, aber auch gar nichts zu bem?ngeln.

Ich bin gerade umgezogen, da beginnt es zu regnen. Ein Schauer kommt runter. Die Vierstundenl?ufer und alle weiteren auf der Strecke bekommen eine unfreiwillige Dusche verpa?t. Markus erwische ich auch. Er hat seinen ersten Marathon mit Bravour in 3:48 bestanden. Schnell gehen wir noch mal ?ber die Messe. Dort kann man richtige Schn?ppchen machen. Gerade jetzt werden nochmal einige Preise gesenkt. Da greife ich gleich mal zu. In Halle 9 hole ich mir meine Soforturkunde. Alles richtig: Brutto- und Nettozeiten, 10km-Splits, Zeiten f?r erste und zweite H?lfte. Klasse! Daf?r warte ich gerne mal drei Minuten.

Wieder im Freien stellen wir fest, da? das Wetter etwas umgeschlagen ist. Dauerregen. Die Fahrt nach Frankfurt ist schwieriger und anstrengender als der Marathonlauf selbst. Das mit dem Wetter hat die Orga gut hingekriegt. Wo sie noch ganz kr?ftig ?ben m?ssen, ist der Internet-Auftritt. Das ist - gelinde gesagt - eine Katastrohe. Ergebnisse gibt es erst am Montag Nachmittag. Mika-Timing ist eingesprungen und die eigentliche Webseite des Marathons umgeleitet worden. Dabei kann man mit diesem Medium so viel machen. Mal abwarten, was da noch passiert.

Mein Fazit: ich komme gerne nach Hamburg. Die Stadt hat einfach was (und immer wieder ein Heimspiel vom HSV). Die Organisation ist trotz aller Unkenrufe wirklich klasse, auch wenn sie den direkten Dialog zu ihren Kunden, den L?ufern zeitweise vermissen l??t. Die Strecke ist flach und schnell, besetzt mit Spitzenl?ufern und -Zeiten. Eben ein Qualit?tsmarathon mit kleinen Macken, die aber so nicht recht ins Gewicht fallen. N?chstes Jahr sollen 23.000 Startkarten vergeben werden und am Anmeldungsmodus soll sich nichts ?ndern. Vielleicht stirbt die Skate-Konkurrenz. Zu fr?h im Kalender.

Brutto-Zeit: 03:41:29 h
Netto-Zeit: 03:39:41 h

Splitzeiten:

0-10km: 00:49:4610-20km: 00:48:52
20-30km: 00:51:3830-40km: 00:57:06
1. H?lfte: 01:44:052. H?lfte: 01:55:35

Anmerkung: Ergebnisse
#13: 18. Olympus Marathon Hamburg | Anmelden bzw. neues Benutzerkonto einrichten | 3 Kommentare
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Re: #13: 18. Olympus Marathon Hamburg

(Bewertung: 0)
von Gast am 30.04.2003, 13:01 Uhr
zur Streckenlänge - es sind nur 42,195 km + 1%o (Promille)

nicht dass noch Klagen kommen, die Strecke wäre zu lang gewesen.


[Kein Titel]

(Bewertung: 1)
von Admin am 30.04.2003, 13:14 Uhr
(Benutzerinformation  | Nachricht senden http://www.stoppelhopser.de)
keine extra "Stadionrunde"


Re: #13: 18. Olympus Marathon Hamburg

(Bewertung: 0)
von Gast am 01.05.2003, 18:31 Uhr
Glückwunsch zum persönlichen Sieg ! und Danke für die freundliche Beurteilung unserer Stadt! Ich bin einen Marathon gelaufen und habe viele Jahre als freiwillige Helferin gearbeitet. Was mich IMMER wieder zur Weißglut gebracht hat, sind die Ausflügler, die meinen, daß die Strecke für Fahrräder, Kinderwagen oder Lehrgänge im Skaten gesperrt ist.
Die Teilnehmer sollten massiv bei dem Veranstalter protestieren, denn zumindest die langsameren Läufer werden teilweise massiv behindert!
Außerdem hatten wir viele Probleme mit nicht gemeldeten Skatern, die die Chance ergriffen, kostenfrei den Service zu geniessen.
Heike Bernhard, Hamburg




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