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Wettkämpfe: 18. Br?der-Grimm-Lauf: Es war einmal ...
veröffentlicht 09.06.2002, 23:59 Uhr
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Laufen07.-09.06.2002: Hanau --> Steinau. 82 km in 7:34

So beginnen die M?rchen der Br?der Grimm. Wer kennt sie nicht? Ein m?rchenhaftes Lauferlebnis war f?r mich der 18. Br?der-Grimm-Lauf.

Als Ersatzmann habe ich mich ziemlich kurzfristig bei running-pur als Testl?ufer gemeldet. Von Vorbereitung kann also keine Rede sein. Der Veranstalter (Kreis Main-Kinzig) meldet sich per eMail bei mir. Wow! Die gehen mit der Zeit. Chipnummer, Verein usw. Alles Paletti.

Freitag, 7. Juni: Den Parkplatz an der Main-Kinzig-Halle in Hanau finde ich und begebe mich zur Startnummernausgabe. Ohne Probleme und Schnick-Schnack erhalte ich meine Startnummer und einige Hinweise zum Programmablauf. Die sind mir schon von der sehr guten Internet-Seite bekannt, die ausf?hrlich informiert. Leider werden die einzelnen Etappen nur beschrieben. Visualisiert h?tte ich schon die Strecken und die H?hendifferenzen. An den Informationsboards, die uns bei jeder Etappe ?ber den Verlauf des Rennens informieren, finde ich dann diese Grafiken.

Zu dieser Veranstaltung bin ich mit der Einstellung angereist, einen Landschafts-Fun-Lauf zu erleben. Da werde ich schnell eines besseren belehrt, als ich die Aktiven vor dem Hanauer Rathaus sich einlaufen sehe. Nun gut, ?nderung der Taktik, versuche ich mein Gl?ck und laufe auch so schnell es geht. Ich will die 82km in einer Gesamtzeit von 7:30h absolvieren oder unter Platz 350 klassiert werden. Bei der Rekordzahl von 550 TeilnehmerInnen ein realistisches Ziel, denke ich mir?!

Landrat Karl Eyerkaufer schickt das L?uferfeld um 17:30 Uhr auf die "Rotk?ppchen-Etappe". Das erste Teilst?ck ist ziemlich flach und 15,5km lang. Es f?hrt am Heraeus-Werk in Hanau vorbei, dann Richtung Erlensee und schlie?lich durch Kleing?rten in den Wald vor Niederrodenbach. Unterwegs gibts reichlich Wasser, allein vier St?nde z?hle ich. Die letzten zwei Kilometer laufe ich in Begleitung einer smarten Dame aus Deggendorf. Sie erz?hlt von der harten Konkurrenz in ihrer Altersklasse, und da? sie ordentlich Gas geben m?sse, um eine gute Platzierung zu erreichen. Puhh! Sie steht letztendlich auch auf dem Siegerpodest. Das Ziel erahnen wir, als die Stimme von VanMan Jochen aus den Lautsprechern ert?nt. Dann erreicht man das Sportgel?nde, es macht pieppiep, ein schneller Schritt ?ber die Zielmatte und die erste Etappe ist geschafft. Mit 1:16 h bin ich zufrieden. Sofort geht es an den Getr?nkestand. Wasser, Elektrolyt. Genau richtig.

F?r die Teilnehmer steht eine Gemeinschaftsunterkunft in der Adolf-Reichwein-Halle zur Verf?gung. Ich entschlie?e mich lieber zu pendeln und privat unterzukommen. Klagen ?ber die Unterkunft vernehme ich von den dort N?chtigenden an den folgenden Tagen nicht.

Samstag, 8.Juni: Vom Parkplatz in Niederrodenbach habe ich es ca. 50 Schritte bis zum Start der "Dornr?schen-Etappe" am Alten Rathaus. Ich gebe mein Gep?ck ab. Das wird zum Ziel in Neuenha?lau gefahren. Vor uns liegt der k?rzeste Abschnitt der Veranstaltung. Nur 14km, Start erfolgt p?nktlich um 09:30 Uhr! Kurze, steile und weniger hohe Anstiege sind zu bew?ltigen. Keine Probleme sind zu erwarten. Die Luftlinie vom Start zum Ziel betr?gt weniger als 5 km. Doch geht es hin und her. Erst durch den Ort, dann an einer Stra?e entlang, schlie?lich in den Wald. Verplegungspunkte mit Wasser und Schw?mmen gibt es wieder reichlich. Das ist absolut vorbildlich organisiert. Dazu lassen sich auch die Anwohner nicht lumpen und bieten Wasser zum trinken und abk?hlen an. Das Wetter ist bombig. Kein M?rchen, es regnet am ganzen Wochenende keinen einzigen Tropfen vom Himmel.

Ich lasse es etwas ruhiger angehen und erreiche nach 1:12 h das Ziel. Ich verdr?cke sofort eine Banane und reichlich Wasser. Auch das gelbe Zeug schlucke ich schnell hinunter. Ich hole mein Gep?ck ab. Zum Ruheort ist es nur wenige Meter. Dort ist dann auch der Start der dritten Etappe. Verpflegen kann man sich f?r einen kleinen Preis. F?r jeden ist etwas dabei. Suppe, belegte Br?tchen, Kuchen etc. Viele liegen auf der Wiese, andere haben es sich in der Sporthalle gem?tlich gemacht, manche gucken Fu?ball-WM auf dem Minifernseher vom VanMan.

Ein Bus bringt die Pendler zur?ck zum Start. Gut organisiert, nur kurze Wartezeiten. Ich beschlie?e im Auto zu ruhen und vielleicht ein Nickerchen zu machen. Tats?chlich d?se ich ein. Die Sonne kachelt inzwischen ganz sch?n aufs Dach. Beim Start messe ich 26? C.

Bisher waren die Wege gut zu laufen und eben. Jetzt ging es auf grobem Schotter los, schlie?lich in den Wald auf noch feuchte Wege mit Wurzelpassagen. Es ging immer sch?n auf und ab, das macht Spa?. Ein blinder L?ufer mu? eine Zwangspause einlegen. Sein Blindenhund kann nicht mehr. Wie ich sp?ter erfahren habe, hat er etwas Giftiges zu sich genommen und mu?te beim Veterin?r behandelt werden. Den Wald verl??t man dann und es geht nur noch abw?rts. Der Weg schlengelt sich durch die Wiesen und mit ihm die bunte L?uferschlange. Leider f?hlt man auch die hohen Temperaturen nur allzu gut. Bei dieser "Schneewittchen-Etappe" schwinden meine Kr?fte zusehends. M?hsam und kaputt erreiche ich nach 17km und 1:32 h das Ziel im Gelnhausener Stadion. Meine Beinmuskulatur beginnt sich zu verkrampfen. Schnell f?hre ich Fl?ssigkeit zu mir. Ich beschlie?e die Nudelparty ausfallen zu lassen und mich nur noch auszuruhen, damit ich die letzten 35km am n?chsten Tag auch noch schaffe. Empfehlen kann ich den kostenlosen Massagedienst, den ich gerne in Anspruch genommen habe. F?r die ?bernachtung steht die Halle direkt neben dem Stadion zur Verf?gung.

Sonntag, 9.Juni: Zum Start der 17,5km langen "Frau-Holle-Etappe" um 09:00 Uhr in Gelnhausen komme ich gerade noch rechtzeitig an. Im alten Ortskern geht es dann richtig los. Gleich eine kurze, kr?ftige Steigung, dann eigentlich ein flaches St?ck bis zum Stadtwald. Mein HAC4 zeigt mir aber, das es nur bergauf geht. Die Kilometerdurchgangszeiten gehen deutlich zur?ck. Nach 180 H?henmeter gehts endlich auch mal wieder ein St?ck runter, dann doch wieder hoch, schlie?lich wieder 50 Meter runter. Da l?uft es gleich schon viel besser. Leider meldet sich mein Magen. Er beginnt leicht zu verkrampfen. Kommt das vom Fr?hst?ck oder von der Anstrengung? Den letzten Anstieg zu den Vier-Fichten gehe ich nur noch. Dann bekomme ich Begleitung von Nichtvereins-Mitgliedern. Endlich sind 255 HM geschafft. Gemeinsam gehts dann schnell runter zum Ziel nach W?chtersbach. Aber Vorsicht, teilweise gehts wirklich steil abw?rts. Ich k?ndige meinen Mitl?ufern (Gabi, Petra und Gunter) vorsichtshalber schon mal an, da? ich im Ziel alles, was ich noch im Magen habe, raus lassen werde. Auch keine 10 Meter nach der Zielmatte passiert es prompt. - Ziel?bergabe! - Ich glaube, ich habe es mit "Frau-Holle" etwas zu eng genommen!!! Sofort reicht mir Gunter einen Becher Wasser zum Sp?len. Danach kippe ich noch Cola, Iso und eine Sinalco den Schlund hinunter. Ich taste mich an eine Banane heran. Leider gibt es davon zuwenig. Die letzten 1:44 h waren wirklich ziemlich hart. Mein Fanclub rappelt mich wieder auf, so da? ich die letzten l?ppischen 18km bis zum Ziel auch noch bew?ltigen sollte. Die Duschen sind eiskalt. Auch egal! Zur Regeneration genau richtig. Danach ist erstmal eine Massage f?llig. Tschuldigung! Ich glaube ich war der letzte vor Toresschlu?.

Startort der letzten Passage ist das 8km entfernte Bad Orb. Die Organisatoren haben wiederum einen Buspendelverkehr eingerichtet. Einmal zur?ck nach Gelnhausen und dann nach Bad Orb, dann von W?chtersbach nach Bad Orb und schlie?lich um 14:00 Uhr von Steinau nach Bad Orb. Um sich in W?chtersbach die Zeit zu vertreiben, sollte man sich massieren lassen. Ich ben?tige das unbedingt. Zum Ausruhen bleibt wirklich nicht viel Zeit. Schlie?lich mu? man auch noch was essen bis zum Startschu? um 15:30 Uhr. Ich nehme Salztabletten, ein Laugenbrezel und Kuchen zu mir. Ich folge der Empfehlung meiner Laufkameraden und zische zur Beruhigung meines l?dierten Magens schnell ein Bierchen runter. Sodann geht’s dem Magen gleich besser.

Alles dr?ngt zur Startaufstellung zur "H?nsel-und-Gretel-Etappe". Laut t?nt "the final countdown". Und mitten durch das Bad Orber Brunnenfest w?lzt sich das Starterfeld davon. Behutsam und langsam geht es voran. Gleich wartet ein harter Brocken auf die ausgemergelten Etappenl?ufer. Schnell mal 140 m den Berg hoch und 155 m runter. Dann nur leicht ansteigend bis ins Ziel. Bis Kilometer 72 l?uft noch alles wie geschmiert, die letzten 10 km bei?e ich mich mit einem Laufkameraden (Martin D.) nur noch durch. Die Sonne h?lt sich Gott-sei-Dank etwas bedeckt. Trotzdem sind es schnucklige 21? C bis 26? C unterwegs. Es geht durch Bad Soden-Salm?nster am Kinzigstausee vorbei nach Steinau. Am vorletzten Posten gibt es auch naturtr?ben Apfelsaft. Ich lasse mich belehren, dieser sei aus eigener Produktion. Alle Achtung! Das haben wir uns bestimmt verdient!

Der Zuschauerzuspruch hielt sich insgesamt in Grenzen. Am Start und im Ziel war immer richtig was los. Unterwegs waren es meist die Streckenposten und vereinzelnde Anwohner, die unerm?dlich Beifall klatschten. An der Organisation kann ich bei besten Willen nichts auszusetzen. Logistisch klappte alles reibungslos und wunderbar. Unterwegs exzellente Versorgung. Betreuung zwischen den Etappen. Dank an die 350 HelferInnen. Ohne die geht es nicht!

Den Zieleinlauf nach 18km - nat?rlich bergan - habe ich nicht mehr richtig wahrgenommen. Der VanMan nannte noch meine Startnummer und Passtschon98, dann die rote Matte, und es folgte die Erl?sung. Die Anspannung verflog und ich war richtig gl?cklich. 1:50 h habe ich gebraucht. Insgesamt 7:34 h. Vier Minuten zuviel. Platz 338! Schnell trinken; erst warmen Tee, dann Wasser, dann Iso schlie?lich wieder Bananen. Die werde ich die n?chsten Wochen nicht mehr essen. Und dann ein St?ck Dusch-Tradition beim Br?der-Grimm-Lauf. Wie bei Ally-McBeal: unisex! Und keiner st?rt sich wirklich daran. Schwamm dr?ber!

Die Belohnung f?r 82km: das diesmal gelbe "Finisher-Shirt" des Internationalen Br?der-Grimm-Lauf 2002.

Ehrlich gesagt, gibt es einfachere Wege ein T-Shirt zu ergattern. Aber kein Weg ist sch?ner und erlebnisreicher als dieser. Ich werde n?chste Jahr zu Pfingsten auf jeden Fall wieder dabei sein. Und man mu? sich fr?h anmelden, denn mehr als 500 sollen nicht mehr auf die Strecken geschickt werden.

Zur Siegerehrung sind viele noch geblieben. So l??t es sich auch angenehm feiern und trinken. Die SiegerInnen und die erfolgreichen Mannschaften werden auf's Podium gebeten. Eigentlich h?tten alle dort oben stehen m?ssen. Gegen 20:00 Uhr war dann fast alles vorbei. So ging ein Laufevent zu Ende und die m?den Krieger nach Hause.

Und wenn sie nicht gestorben w?ren, dann laufen sie auch n?chstes Jahr.

Autor: Stefan Noack, Passtschon98, #537
Anmerkung: n?chste Veranstaltung: 06. - 08. Juni 2003
Webseite: Main-Kinzig-Kreis
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