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Ich mag Wachstum, ich mag Wechsel. Ich mag Aufregung. Wer aufhört zu wachsen, der stirbt.

-- Taj McColl

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Marathon: 11. Hochstift-Marathon
veröffentlicht 16.09.2004, 16:32 Uhr
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Laufen

In der allgemeinen Marathon-Euphorie reiht sich Fulda nicht gerade ein. W?hrend eine Marathonpremiere die andere jagt, scheint in Fulda die Luft raus. Nur ca. 130 Marathonis bew?ltigten die 42,195 km am 05.September, der sich mir als hei?er Sp?tsommertag in den Kopf gebrannt hat. Aber am Wetter liegt es bestimmt nicht, dass Fulda kein Marathonmagnet ist.

Nein, die Organisatoren geben sich nur alle erdenkliche M?he, um den L?ufern einen akzeptablen Marathonevent zu bieten. Zwei Strecken werden angeboten, Halbmarathon im Team oder allein (auch Walking) sowie der Marathon. Zwei Runden m?ssen die Marathonis bew?ltigen und das ist wirklich nicht sch?n. In der ersten Runde sind noch Zuschauer, die sich den Lauf ansehen wollen, supporten und anfeuern. Auf der zweiten Runde hat sich das grunds?tzlich ge?ndert. Nur noch ?berraschte Passanten und Touristen, die in der City dem Stadtfest beiwohnen, Radfahrer die verduzzt gucken und den Weg r?umen, oder eben auch nicht. Wahrlich nicht sehr motivierend das Ganze. So bleiben nur die flei?igen Helfer an den Getr?nkestationen, die alle 3 km am Wegesrand ihren Job f?r uns machen. Danke daf?r!

An Verpflegung mangelt es nicht, auch wenn es im Ziel vielleicht knapp wurde. Sogar Kuchen war noch bis nach der Siegerehrung da. Doch die Preise vermiesen mir den Geschmack wie auch auf alles andere, was k?uflich angeboten wird. Meineserachtens viel zu teuer. So begn?ge ich mich mit dem Freigetr?nk aus der Gratisbierglas mit Marathonmotiv.

Die Idee finde ich gut, den Startpreis f?r diesen Marathon auf 13 Euro zu halten und f?r ein ?berfl?ssiges T-Shirt zum Preis von 10 Euro extra zu bezahlen. F?r besagte 13 Euro gibts au?erdem noch eine schmucklose Medaille, eigene Chipzeitmessung sowie freie Massage.

Fulda an sich liegt ziemlich verkehrsg?nstig. Schnell aus allen Richtungen zu erreichen. Das Stadion findet man schnell auf den Wegweisern und Parkpl?tze gibt es zu Hauf. Das Orga-B?ro h?tte unbedingt besser ausgeschildert sein m?ssen, so liefen ziemlich viele Leute orientierungslos umher. Die Anmeldung fand ich ein wenig chaotisch, insbesondere dass nur eine Person wusste, wo die Startunterlagen der Tester zu finden sind. Die Chipregistrierung ging locker von der Hand; gut das ich meinen Chip schon am Fu?gelenk hatte sonst w?re ein Gang zur?ck zum Auto f?llig gewesen.

Wichtige Gesch?fte erledigt man besser fr?hzeitig, denn die Ausstattung mit ?rtlichkeiten l?sst zu w?nschen ?brig. An der Strecke selbst gibt es auch keine Dixies.

Punkt 09:00 Uhr erfolgte der Start - Marathonis und Halbmarathonis aus einem Block. Nur die Teaml?ufer folgten eine halbe Stunde sp?ter. Recht flott finde ich Tempo und kann ungehindert laufen, wenn man von den Walkern in den ersten Reihen mal absieht. Zun?chst geht es durch die Felder. Der dicke Nebel ist fast weg, nur leichte Schwaden liegen in der inzwischen 16?C warmen/kalten Luft. P?nktlich nach drei Kilometern naht die erste Wasserstelle, dann ?berqueren wir das Fl?sschen und laufen auf ekligem Schotter einen ganzen Kilometer weiter bis wir auf einem B?rgersteig gezwungen werden, der uns an einer vielbefahrenen Stra?e vor dem Tod rettet. Mann-o-mann, das habe ich auch noch nicht erlebt.

500 Meter weiter folgt der erste Stich, die Beine werden gefordert. Rechts mach ich nur noch Industrie aus und sage mir, dass die sch?nen Passagen der Strecke bestimmt noch folgen. Doch es dauert und dauert, ja bis wir durch ein Werksgel?nde laufen m?ssen. In Mainz bei Schott stehen zumindest Arbeiter am Wegesrand, aber hier nur tote Hose. Nichts, nur ein weiterer Anstieg folgt. Dann laufen wir Richtung Innenstadt. Ein Einheizer hat ein Mikrofon bekommen und pl?rrt immer den gleich Spruch hinein. Echt zu abgew?hnen. Die Leute von Verpflegungsstand teilen hier volle Halbliterflaschen mit Frubiase aus. Ob das eine so gute Idee ist? Auf Kopfsteinpflaster ziehen wir unseren Weg durch die Einkaufstra?e und n?hern uns Dom und Schloss. Das lohnt sich zumindest. Nach dem Lauf werde ich mir das alles ein wenig genauer ansehen, denn Fulda ist an sich eine sehr reizvoll Stadt.

Leider sind wir an diesen Sehensw?rdigkeiten schnell vorbei. Ab hier gibts f?r die Beine wieder was zu tun. Es geht um den Kalvarienberg herum und damit auch wieder hoch. Bei km 11 lassen wir die Stadt hinter uns und die Auen liegen vor uns. Die Sonne macht inzwischen m?chtig auf sich aufmerksam und beginnt ihren Einfluss auf die Ergebnisse zu nehmen. Wenn man nach links schaut, erkennt man die schnelleren L?ufer, die bereits zwei Kilometer weiter sind. Am n?rdlichsten Punkt der Strecke wird es schattig und noch mal anstrengend, besonders in der zweiten Schleife bleiben hier jede Menge K?rner liegen.

Nicht sch?n ist die Spur ab km 17 an der Bundesstra?e entlang. Die Kilometermarkierungen dienen ?brigens nur als Anhalt, einige liegen doch arg daneben. Aber dar?ber muss ich mich nicht ?rgern. Zwei Kilometer lauter Verkehr und eine unattraktive Streckengestaltung liegen vor uns. Die schnellsten Teaml?ufer ?berholen gerade mit rasender Geschwindigkeit, schon beeindruckend.

Zum Ziel liegt noch ein weiterer Anstieg vor den L?ufern. Geschickt gemacht, da kann man noch Pl?tze gegen?ber entkr?fteten L?ufern gutmachen. Ich freue mich, wenn ich zwei Stunden sp?ter wieder hier bin und ins Stadion einlaufen kann. Doch darf ich noch weiter sonnen und einsam vor mich hintrotten, denn nur wenige bleiben in meinem Blickfeld.

Inzwischen legt die Sonne noch mal auf gut 26?C im Schatten zu. Die Kr?fte und die Motivation sinken, doch das Ziel naht. Die Zuschauer im Stadion applaudieren jeden Einzelnen zu, das ist wirklich fair. Tropfchenweise laufen die abgek?mpften Marathonis ins Stadion und drehen die letzte Runde.

So ?beraus begeistert bin ich zun?chst nicht von diesem Marathon. Noch einmal werde ich dort nur aus einem Grund laufen: das ist das unschlagbare Preis-/Leistungsangebot. Ja, wenn es diesen Marathon denn auch in 2005 geben wird.

Anmerkung: Webseite: http://www.fulda-marathon.de
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