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Wettkämpfe: 20. Brüder-Grimm-Lauf 11.-13.06.2004
veröffentlicht 21.06.2004, 18:19 Uhr
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LaufenEigentlich wollte ich am diesj?hrigen BGL nicht teilnehmen. Diese Strapazen hatte ich schon f?nfmal hinter mich gebracht. Aber - mein Freund Stefan, ein bekennender running-pur-fan, ?berredete mich wieder einmal, mich als Testerin zu bewerben. Im ersten Anlauf hat es nicht geklappt - Gottseidank, dachte ich mir, dann erreichte mich aber doch noch der Ruf zum Testen, weil ein Williger ausgefallen war. Nun musste ich in den sauren Apfel bei?en und ich sp?rte, dass ich nicht mehr die Unbefangenheit wie in den fr?heren Jahren empfand, ich wu?te halt um die Qualen und Schmerzen eines Etappenlaufes. Und dann war da noch meine sportliche Form, die mir Kopfzerbrechen bereitete.

In der Woche vor dem Lauf, w?nschte ich, die Zeit bis zum Lauf w?rde nicht enden ... Aber dann kam er, der Tag der Tage, Freitag, 11. Juni 2004 der
Start des 20. Br?der-Grimm-Laufes von Hanau nach Steinau an der Stra?e, 82 km in 5 Etappen innerhalb von 2einhalb Tagen.
Dieser Lauf bedarf nicht nur der sportlichen Vorbereitung, sondern er verlangt auch organisatorische ?berlegung, wenn man sich nicht g?nzlich der Veranstaltungsorganisation hingeben will. Die 5 Etappen finden 1x am Freitag abend statt, je eine Samstag und Sonntag morgen und je eine am Samstag und Sonntag nachmittag. Somit ist eine gewisse Regenerationszeit vorgesehen und gew?hrleistet.

Nun denn Freitag nachmittag ab 14 Uhr k?nnen die Startunterlagen bis eine Stunde vor dem Start abgeholt werden. Seit einigen Jahren wird das ganze in der Main-Kinzig-Halle organisiert; fr?her war das Orgab?ro im Rathaus am Marktplatz untergebracht. Logistisch ist es so weit besser gel?st, weil die Parkpl?tze an der MKH den L?uferInnen kostenlos zur Verf?gung gestellt werden, und es einfach praktisch so.

Unsere Startunterlagen erhielten wir schnell. Einen Megarun, wie bei anderen Veranstaltungen gibt es nicht, da man klugerweise ein Teilnehmerlimit von 500 L?uferInnen eingerichtet hat und dieses konsequent einh?lt. Ein sehr sympathischer Aspekt, der den Charakter des Laufes nicht verw?ssert. Vor einigen Jahren bewegte sich die Teilnehmerzahl bei ca. 380 Teilnehmern, seit ca. 2 Jahren ist der Lauf regelm??ig fr?hzeitig ausgebucht - offenbar hat man hier auch den Mut, prominente Sportler, wenn sie die Anmeldefrist verpasst haben, oder der Lauf ausgebucht ist, abzuweisen.

Wie gesagt, die Unterlagen waren schnell abgeholt, die Vorbereitungen getroffen und so l?mmelte man sich die restliche Zeit auf dem Rasen vor der Halle herum und schw?tzte ein wenig und schaute, wer sonst noch so da ist.

Gegen 16:30 Uhr machten sich schon die ersten auf den Weg zum Marktplatz, dem Startort. Der Himmel zeigte unheilschwangere Wolken. Auch wir setzten uns langsam in Bewegung.

Kurz nach 17 Uhr brach der erste Wasserschwall aus dem Himmel, es go? in Str?men und blitzartig fl?chteten s?mtliche Menschen, die sich auch nur irgendwie im Freien bewegten unter einen Schutz - alles wurde als Unterstand genommen. Als erfahrene L?uferin ist man einiges gew?hnt und so bereitete mir das Wetter keine Kopfschmerzen - gem?? dem Motto, na? wird man sowieso.

Nachdem der Regengott eine Pause eingelegt hatte, ?ffnete der Himmel kurz vor dem Startschuss seine Schleussen ein weiteres Mal, mit nicht geringerer Gewalt. Der Vanman, eine nicht mehr wegzudenkende Institution gerade bei diesem Lauf, schw?tzte und erz?hlte, ich glaube keiner hatte es verstanden, weil die Regentropfen so laut auf den Boden trommelten. Ja, Jochen Heringhausen - eine Pers?nlichkeit des Laufgeschehens, die die besondere Gabe hat, jedem Menschen das Gef?hl zu geben, er kenne ihn schon lange und besch?ftigt sich ausschlie?lich mit ihm, die Gabe, sich die kleinen und gro?en Geschichten des L?uferalltages zu merken und diese liebevoll bei passender Gelegenheit zum Besten zu geben.

Und so wurde es Zeit f?r den Startschuss, 17:30 Uhr Freitagabend - Peng und los gings. Die erste Etappe - die Rotk?ppchen-Etappe, f?hrt von Hanau nach Niederrodenbach, 15,55 km (nicht wie es in der Ausschreibung steht 15km), als Einstieg eine fast g?nzlich flache Strecke, die aber gegen Ende unmerklich ansteigt. Wer schlau war, lie? es locker angehen und erlag nicht der Versuchung, die Strecke mal als schnellen 15er zu nutzen. Schnell hatten sich die, die es wissen wollten, vom gemeinen L?ufervolk abgesetzt. Zwei Verpflegungsstellen, ausschlie?lich mit Wasser, gibt es. Man hat, nach den ersten Hitzejahren dazugelernt und eine zus?tzliche eingerichtet. So verl?uft die erste Etappe ohne Zwischenf?lle, es ist halt was zum einrollen.

Im Ziel angekommen hie? es erst mal, Getr?nke fassen (f?r die letzten gab es leider keinen Tee mehr und die Bananen waren auch alle). Die Busse f?r den R?cktransport nach Hanau standen schon bald bereit und man konnte entweder erst mal duschen oder gleich "ungewaschen" nach Hause fahren, um Carboloading f?r die anstrengenden weiteren Tage zu betreiben.

Stefan und ich hatten uns mit den Hamels - Frank und Jasmin - verabredet, die Tour gemeinsam zu bestreiten. Wir wollten uns m?glichst individuell organisieren, so hatten wir schon ein Auto in Niederrodenbach an der Bulau-Halle geparkt, um nach dem Lauf unabh?ngig von den bereitgestellten Bussen zu sein. Die schnellen Drei mussten halt ein wenig warten, weil ich irgendwie Ladehemmung hatte. Nachdem ich dann endlich auch im Ziel war, ging es schnell nach Hanau zur?ck und dann nach Hause.

Am n?chsten Morgen hatte ich erst mal die Megakrise und h?tte was darum gegeben, nicht starten zu m?ssen, aber aber, wer A sagt muss auch B sagen .... wir ?berf?hrten erst einmal ein Auto nach Niederhasslau, stellten dieses an der Sporthalle der Hasselbachschule ab und fanden uns dann p?nktlich zum Start in der Ortsmitte von Niederrodenbach ein.

Niederrodenbach hat einen wundersch?nen alten Ortskern - der Start findet in angenehmem Ambiente statt. Toiletten gab es fast ausreichend, dass sich je n?her der Start r?ckt, Schlangen bilden, ist normal - kein Grund nerv?s zu werden. Der Vanman nahm noch schnell meine Daten auf, weil ich in der Ergebnisliste nicht gef?hrt wurde.

Startschuss und Wasser marsch. Die zweite Etappe die, Dornr?schen-Etappe, ist 14 km lang und vermittelt schon einen Vorgeschmack auf das was uns h?hentechnisch bevorsteht. F?rsorglich wies uns der Vanman in die Eigenwilligkeit der Strecke ein und mahnte zur Vorsicht und Besonnenheit, insbesondere bei der Besteigung des K?ferberges, ein besonders steiles und anstrengendes Wegest?ck. Das Wetter war gut, morgentliches K?hl und Sonnenschein war zu erwarten.

Der Gro?teil der Etappe f?hrt durch einen wundersch?nen Wald. Ich ging die Strecke sehr besonnen an, schlie?lich wei? ja jeder, dass das Rennen erst mit der 5. Etappe entschieden wird und jeder hat halt seine Konkurrenten an denen er sich misst und die unbewu?t antreiben. Die Kampfgef?hrten fanden sich schnell, man hatte sich schon in der ersten Etappe umgesehen und kennengelernt.

Im Ziel in Niederhasslau empfing uns der nimmerm?de Vanman mit seinen Laufgeschichten. Auch hier hat man bei der Zielverpflegung gelernt und es findet sich ein Hinweisschild am "Bananentisch" auf dem steht, dass f?r jeden 1 Banane vorgesehen ist. Eine ?u?erst sinnvolle Ma?nahme, denn schlie?lich habe ich es schon selbst erlebt, dass mir L?ufer mit einem Sack voll Bananen entgegenkamen und es f?r die nachkommenden Sportler nix mehr zu holen gab.

Zur weiteren Verf?gung steht in Niederhasslau die Sporthalle der Hasselbachschule zur Verf?gung. Duschtechnisch gesehen in den letzten Jahren ein Trauerspiel. Diesesmal haben wir unsere gro?e Pause sorgf?ltig geplant und finden uns mit Eric und Frank W. zusammen, um erst mal deftig (Nudeln-was denn sonst) essen zu gehen. Ein PKW der eigentlich f?r 5 Personen vorgesehen ist, schafft auch leicht 6 Erwachsene haben wir festgestellt ;-). Das Mittagessen beim Italiener in Niederrodenbach tat gut, kein Stress, keine Hektik und etwas anst?ndiges im Magen - eine gute Idee von Frank. Dann gings mit 4 Fahrzeugen nach Gelnhausen - drei blieben dort stehen und es passen auch 6 Personen m?helos in einen A3.

Zur?ck in Niederhasslau mahnte der Himmel bereits wieder mit tiefblauen, wasserschwangeren Wolken. Naja- warten wirs ab. Ein Gro?teil der Aktiven hatte es sich in der Turnhalle mit Isomatten, Luftmatrazen und Schlafsack bequem gemacht, leises Gemurmel war zu vernehmen, alles lief gesittet ab, wir fanden auch noch ein Pl?tzchen. Neugierig schauten wir uns um, wer sich sonst noch so hier rumtreibt. Zur rechten Zeit wurden wieder die notwendigen Vorbereitungen f?r den Start in die 3. Etappe, (Schneewittchen genannt) getroffen, Klamotten einsammeln, umziehen, Sporttasche abgeben. Ein besorgter Blick zum Himmel, der eigentlich schon zu sp?t ist, und schon ging es wieder los, mit einem langanhaltenden deftigen Regenguss, oje oje, hatte ich schon wieder die falsche Kleidung gew?hlt??

Aber nein, der Himmel meinte es gut mit uns, der Regen h?rte auf und die Luft war wunderbar rein, k?hl und angenehm. Noch ein paar f?rsorgliche Worte vom Vanman und schon wurden wir auf den Weg geschickt, die 3. Etappe - und wieder wurde es ein wenig h?rter. Die Etappe ist ca. 16,5 km lang und fordert dem L?ufer einiges taktisches Geschick ab. Der Regenguss zeigte noch seine Hinterlassenschaft in Form von riesigen Wasserlachen und Pf?tzen, aber wen st?rte das schon.

Die Verpflegungsstellen befanden sich wieder an altbew?hrter Stelle - ausschlie?lich mit Schw?mmen und klarem Wasser ausger?stet. Es ging ?ber Stock und Stein ... bis ca. Km 10 mehr oder weniger bergauf und dann ?ber das freie Feld, mit einer herrlichen Sicht auf Gelnhausen, fast ausschlie?lich bergab. Die letzten 3 km f?hren durch eine relative unattraktive Gegend von Gelnhausen - aber das Ziel war schon in greifbarer N?he. Freundliche Streckenposten gaben Hinweise auf die noch verbleibende Strecke. Das Ziel befindet sich auf dem Sportgel?nde neben dem Hallenbad in Gelnhausen. Die restlichen Meter werden ?ber eine Bahn geleitet - und wieder war eine Etappe geschafft. Mannoman, hatten wir ein Gl?ck mit dem Wetter, es war einfach perfekt.

Ab der 3. Etappen werden (nat?rlich nach Genuss der Dusche) Massagen angeboten, ein Service den ich immer wieder gerne in Anspruch nehme. Schon seit etlichen Jahren ?bernehmen mehr oder weniger die gleichen Masseure diese Pflicht, f?r die ca. 500 Beinpaare angenehme Linderung zu bringen. Wartezeit mussten wir nat?rlich in Kauf nehmen, aber wer dr?ngelte uns denn?

Ab 19:30 Uhr gab es die Nudelparty in der Stadthalle von Gelnhausen. Die Lokation ist angemessen, am Eingang wurde uns gleich eine Losnummer verpasst. Eintritt in den sogenannten H?hepunkt der Veranstaltung - der Tombola. Wir stie?en erst um 20:30 zur Party und mussten feststellen, dass die Party bereits mehr als in vollem Gange war. Gierige Hektik war zu sp?ren. Engp?sse mit dem Nudelnachschub gab es immer wieder, aber wir mussten trotzdem nicht allzulange auf das Objekt der Begierde warten. Schwierig wurde es da schon mit der Getr?nkelieferung, die auch schon in den letzten Jahren immer wieder ein Nadel?hr darstellte.

Dann der Auftritt vom Vanman- er ?bernimmt schon seit Jahren die Moderation der Tombola und ?berhaupt der ganzen Veranstaltung. In diesem Jahr kamen wir in den Genu? einer Tanzformation, die sich "Tanz der Vampire" nannte und einer Gruppe die irischen Stepptanz in Perfektion und faszinierend darbot, ein echtes Erlebnis, das aus n?chster N?he anschauen zu d?rfen. ?beraus beeindruckend. Gegen 22 Uhr wurden wir, wie jedes Jahr, von Jochen mit einer Grimmschen
Gutenachtgeschichte auf den Nachhauseweg geschickt. Brav lauschten alle Anwesenden dem M?rchen und machten sich anschlie?end auf den Nachhauseweg.

Stefan und ich fuhren den "kurzen" Weg nach Hause und konnten so den Tag ein wenig entspannt ausklingen lassen. Viel Zeit zum Niederlassen hatten wir nicht mehr, den am n?chsten Morgen hie? es: Aufstehen um 6, und das am Sonntag.

Der Start der Frau-Holle-Etappe ist bereits um 9. Unser Autotransfer mit den Hamels klappte wieder perfekt und wir fanden uns rechtzeitig am Untermarkt in Gelnhausen ein. In den vergangenen Jahren organisierten wir von Passtschon98 immer eine ?bernachtung im Hotel Grimmelshausen, 50m vom Start entfernt, was eine un?bertreffliche Logistik f?r uns bedeutete. In 2004 gestalteten wir dieses individuell und ich stelle fest, dass es nicht umst?ndlicher ist, zuhause zu ?bernachten.

Beim Start der 4. Etappe sp?rte man schon viel mehr Aufregung als in den vergangenen Etappen, schlie?lich ist das Ziel schon fast in greifbarer N?he. Aber halt, diese Etappe gilt als die schwerste der 5. Ziemlich kernige, langanhaltende Steigungen bereiten den bereits m?den L?uferbeinen zum Teil gro?e M?hen. Aber gut vorbereitetet und gewarnt gingen nein liefen wir auf die Strecke. Charakteristisch f?r diese Etappe sind die gef?rchteten vier Fichten, die den anspruchsvollen H?hepunkte der Strecke darstellen. Hat man die geschafft ist man quasi im Ziel. Ab den vier Fichten geht es nur noch bergab, wohl dem, der ?ber eine gute Bergab-Strategie verf?gt. Wer einigerma?en kann, nimmt die Gelegenheit wahr und l??t es bergab ausgiebig rollen und findet sich nach 17 km im Ziel an der Gesamtschule in W?chtersbach wieder. Die Schule ist ein karger unkuscheliger Betonbau, ziemlich unwirtlich, ist aber auch egal, er erf?llt seine Pflicht, auch hier wurde wieder der unvergleichliche Massageservice angeboten, der von so ziemlich jedem dankbar in Anspruch genommen wurde.

In W?chtersbach wird ein zweifacher Shuttleservice angeboten, einmal zur?ck nach Gelnhausen, um den Willigen die Nachholung ihres Fahrzeuges zu erm?glichen und zum anderen der unverzichtbare Transport nach Bad Orb, zum Start in die allerletzte, erl?sende 5. Etappe. Geduldig wurde auch hier gewartet, bis jeder an der Reihe war.

Wir hatten uns entschlossen, die beiden Fahrzeuge gleich in Steinau - dem Zielort - zu belassen und mit dem Shuttlebus nach Bad Orb zur?ckzufahren. Das erwies sich als wirklich gute Idee. Der Start zur letzten Etappe, der H?nsel-und-Gretel, findet traditionsgem?? im Festkreis in Bad Orb statt. Unser Vanman verlas noch einiges Wissenswertes ?ber die vergangenen Tage und machte uns dann Beine. Auf gings in die letzte Hardcore-Steigung, 1,3 km lang und nahezu 18% Steigung, das bedeutete den letzte H?rtetest. Von da an gings bergab - nein, ?h doch - erst mal schon, aber dann permanent ganz fies still und heimlich doch wieder bergan.

Gemeinerweise befindet sich das Ziel in Steinau an der Stra?e in einer Steigung !!!!! Wer diese Ziellinie ?berquert ist im allgemeinen ziemlich gl?cklich, da zu sein wo er ist. Und gerade ich, in diesem Jahr, war ich doch voller Selbstzweifel in dieses Erlebnis gestartet. Man war ich froh, diesen Lauf in einer ganz akzeptablen Zeit hinter mich gebracht zu haben.

Im Ziel war der erste Weg, der Gang zum Abholen des legend?ren Finishershirts, das es wirklich nur dann gibt, wenn man alle Etappen durchlaufen hat - eines der letzten echten Finishershirts. Das Jubli?umsjahr wurde noch zus?tzlich mit einer Erinnerungsmedaille gew?rdigt, eine nette Geste. Das Zielambiente ist historisch und wirklich sch?n, das Steinauer Schloss. In der nahegelegenen Sporthalle werden schon seit Jahren die Umkleiden und Duschen bereit gestellt und auch hier ist, wie schon vereinzelt an den anderen Duschstandorten, unisex-duschen angesagt. Hier k?mmert es keinen mehr, wie gro? die nackten Br?ste der Frauen sind oder ob ein Schniedel zwischen den Beinen baumelt. Gemeinsam ist allen die gro?e Freude und der Stolz ?ber das erreichte Ziel.

Die etwas andere "Zielverpflegung" auf dem Schlossplatz ist jedes Jahr aufs Neue ?berfordert. "Stundenlanges" Anstehen forderte den angestrengten Beinen oft mehr Durchhalteverm?gen ab, als die 82 km. Ich war ja so froh, dass Stefan sich bereiterkl?rte f?r die Beschaffung der lebenserhaltenden Pommes mit Rindwurst zu sorgen, die wir dann genussvoll verspeisten.

Die Siegerehrung lie? nicht lange auf sich warten, schlie?lich wollten alle ja irgendwann ja auch mal nach Hause. Stimmungs- und humorvoll wie immer vom Vanman moderiert.

Unsere Truppe konnte dieses Jahr zwei tolle Altersklassenpl?tze einheimsen, Frank W., 8 Gesamt (5. der starken AK30) und J?rgen S. 2. der AK60, so hatten wir noch erheblich mehr Grund zu feiern. Mein Stefan hat ein tolles Rennen abgeliefert (wobei er ganz bescheiden die Leistungen der anderen in den Vordergrund stellte) und Frank und Jasmin bewiesen bei ihrem Deb?t K?nnen und Stehverm?gen.

So froh im Ziel angekommen zu sein, wie dieses Jahr war ich noch nie - und das allerbeste daran ist, dass ich keinen Meter gegangen bin, sondern selbst die schlimmsten Steigungen gelaufen bin. In meiner 6. Teilnahme am Br?der-Grimm-Lauf ist mein Fazit, dass die Organisation seit Jahren auf einem hohen professionellen Level agiert, ohne arrogante Einbu?en oder sonstigen Schwund. Hier kann man sich auf Bew?hrtes voll verlassen, was auch dem Anspruch der Veranstaltung gerecht wird. Besonders angenehm ist, dass die Veranstalter konservativ ans Werk gehen und sich von gesteigerter Nachfrage und dem ganzen Laufrummel nicht aus der Ruhe bringen lassen, wie es in den letzten Jahren fast allen Veranstaltern ergangen ist, mit denen ich zu tun hatte.

Schade ist, dass die Gelegenheit die MKK Region dem Publikum nahe zubringen und die touristischen Gelegenheit zu nutzen, v?llig vernachl?ssigt wird. Ein klein wenig Marketingstrategie w?rde hier sicherlich einiges bewegen. Und dann, im Zeitalter der Benefizveranstaltungen k?nnte auch hier einiges an Potential verwertet werden. Manchmal kam ich mir schon ein wenig komisch vor, so nutzlos durch die Gegend zu laufen, mit einem Benefizauftrag im Gep?ck h?tte ich mich ein wenig stolzer gef?hlt.

Nichtsdestotrotz, aus verschiedensten Gr?nden war der BGL 2004 mein sch?nster und angenehmster, er war unerwartet zu einer wirklich runden Sache geworden. Nichtzuletzt ist das meinem pers?nlichen Umfeld zu verdanken, meinem Freund Stefan, der mir beigestanden hat, Frank und Jasmin, mit denen wir ein wirklich harmonisches Gespann abgegeben haben.

Die MKKler k?nnen ruhig so weitermachen.

Danke f?r dieses Erlebnis.

Lisa Maria Schlipf
#435

20. Brüder-Grimm-Lauf 11.-13.06.2004 | Anmelden bzw. neues Benutzerkonto einrichten | 0 Kommentare
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