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Marathon: #18: 2. Volksbank M?nster Marathon
veröffentlicht 14.09.2003, 22:36 Uhr
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Laufen14.09.2003: M?nster in 4:44:44 h.

2. M?nster Marathon
In diesen Marathon bin ich v?llig unvorbereitet reingegangen und habe einfach meine Beine laufen lassen, bis sie nicht mehr konnten. Aus sportmedizinischer Sicht war das ein totaler Unsinn, aber es zeigt doch, dass absolut jeder einen Marathon in dem vorgegebenen Zeitlimit zu Ende bringen kann. Zum Nachmachen ist das aber keinesfalls zu empfehlen.

So finde ich mich 10 Wochen nach meinem letzten langen Lauf und mit gerade mal 200 Laufkilometern in dieser Zeit bei strahlendem Wetter im blauen Startblock. Die Kulisse ist schon beeindruckend so direkt vor dem Schloss. die Stimmung ist einfach pr?chtig und ich bin gespannt wie es l?uft. Die Premiere des M?nster-Marathons letztes Jahr war schon ein gut, jetzt scheint es noch besser zu werden.

Schon wenige Sekunden nach dem Startschuss kann auch ich meine Uhr starten. Es geht z?gig voran. Schon auf den ersten Metern stelle ich fest, wie unbeschwert ich einen Fu? vor den anderen setzen kann, ohne gro? behindert zu werden. Mein Puls kommt gleich auf Trapp, ja eigentlich viel zu schnell. So bewege ich mich am oberen gesetzten Limit. Das kann eigentlich nicht gut sein. Aber was soll's?! Die Reise durch die Innenstadt beginnt, ich bin mitten drin mit ?ber 4000 Marathonis und unz?hligen Zuschauern an der Strecke. Die Startzeit von 11:00 Uhr finde ich pers?nlich unheimlich gut. Kann man doch in Ruhe ausschlafen, fr?hst?cken und anreisen. Alles ohne Hektik!

Die Stimmungsnester an der Strecke sind teilweise offiziell initiiert und teilweise spontan entstanden. Gerade diese selbstgestrickten Happenings gefallen mir am meisten. Die Musik bleibt mir teilweise im Ohr - Achim Reichel, Bon Jovi, alte und neue St?cke, nur Klassik fehlt. Ich achte aber zun?chst auf die deutlich angebrachten Kilometermarkierungen, kontrolliere Tempo und Puls. Immer wieder wechselt die Laufrichtung und der Belag. langweilig wird es zu keiner Zeit. Vorsicht ist bei den Kopfsteinpflasterpassagen geboten, daf?r kann man entspannt an der Promenade genie?en.

Meinen pers?nlichen Supporter finde ich an der Strecke auch immer sofort wieder. Lisa hat sichtlich Spa? daran so oft wie m?glich an verschiedenen Streckenpunkten aufzutauchen und mir Worte wie "Du siehst gut aus", "Klasse, weiter so" entgegenzuwerfen. Ich w?rde gerne einwerfen "Moment mal, meine Achillessehne rechts zwickt aber","meine Waden fangen aber schon an sich zusammenzuziehen", "mein Puls ist schon zu hoch", aber ich komme nicht dazu. Die kleinen Momente sind einfach zu kurz, dann bin ich schon an ihr vorbei. Nach 11 Kilometern befinden wir uns immer noch in der Innenstadt, laufen fast zum Ziel, kreuzen wieder links und rechts bis wir zum Aasee kommen, wo es auch endlich mal wieder etwas ruhiger wird.

Die leichten Verkrampfungen in der Wade werden mir langsam etwas unheimlich. Meine ideale Reisegeschwindigkeit habe ich auch noch nicht gefunden und jetzt ist es auch zu sp?t. Bei Kilometer 15 sehe ich die ersten Geher auf der Strecke. Manche sind v?llig ausgepumpt. Das gibt mir schon zu denken. Ich muss meine Fahrt verlangsamen, die Beine werden jetzt schon ziemlich schwer, mein Puls hat auch schon 165 erreicht. Das ist nat?rlich alarmierend hoch. Dabei f?hle ich mich nach wie vor sehr gut. Keine Probleme mit der Luft, meine Stimmung ist gl?nzend, die Versorgung an den Verpflegungspunkten v?llig ausreichend.

Zur Abwechslung greife ich mir eine Banane, dabei habe ich den Dingern doch abgeschworen. Egal, vielleicht hilft es. Doch Pustekuchen, die liegen nur schwer im Magen und hinterlassen klebrige Finger. Auf den Hintern vor mir herlaufender Ausdauersportler ist deutlich zu erkennen, wer sich diese Fr?chte runtergew?rgt hat und anschlie?end nicht wusste, wie er die Greiferchen auf die Schnelle sauber bekommt.

Inzwischen n?here ich mich schon Gievenbeck und damit der Halbzeit, zumindest von der Distanz her. Die leider nur kurze Waldpassage ist schnell durchlaufen. Wie sich zeigt, hat die Streckenplaner die Natur fast komplett aus dem Programm gestrichen. Letztes Jahr war noch die Kombination von Landschafts- und Stadtmarathon so reizvoll. Davon ist nichts mehr geblieben. Schade; Chance vertan, sich von anderen Veranstaltungen abzuheben.

Die Bewohner an der Strecke sind alle so freundlich, muntern auf, wo sie k?nnen. Sie gr?len, feuern an, motivieren mit Rasseln und Schildern mit ihren klugen Spr?chen. Da kommt man schon ins Schmunzeln. ?brigens ein guter Grund Marathon zu laufen.

Mir kommt der Verdacht, dass das heute noch ein l?ngerer Tag wird. Dabei sind die ?u?eren Bedingungen ideal, gem?tliche 20?C, vielleicht auch ein wenig mehr in der Sonne, dazu laues L?ftchen. Lisa taucht wieder einmal am Rande auf, h?lt mir was zu trinken hin. Ideal, brauche ich mich nicht einzureihen an den Verpflegungspunkten. Der VanMan steht wie letztes Jahr ziemlich ung?nstig im Zentrum von Gievenbeck postiert.

Jetzt gehts nach Roxel zum westlichsten Punkt des Marathons. Meine Waden bremsen mich ganz sch?n aus. Ich gehe mehr als ich laufe. Wie unangenehm! Kilometer 29. Weiter ist Gabi letztes Jahr nicht gekommen und ist einfach ausgestiegen. Egal! Wie ich dr?ber nachdenke, kommt in diesem Moment HaWe mit Anhang von hinten an. Seine kurzen aufheiternde Worte nehme ich zum Anlass, mich nochmals in Zeug zu legen, mit dem Ergebnis, dass die Beine ?berhaupt nicht mehr wollen.

Lisa begleitet mich schon eine Weile auf dem Rad. Wie wir so dr?ber reden, was denn gut f?r meine kraftlosen Beine w?re, lesen wir lachend das kleine Pappschild in einem Baum: "Massage 100 Meter". Klasse, die leiste ich mir. Sofort fallen 8 geschmeidige, wohltuende H?nde ?ber meine unteren Extremit?ten her. Die geh?ren zu vier netten, jungen M?dels, ausgebildete Masseurinnen der Uni-Klinik oder der Timmermeister-Schule und kneten meine Oberschenkel und Waden. Mann, watt f?r ein Service, denke ich und lasse es mir drei Minuten richtig gut gehen. Nebenan liegt ein Laufkamerad vom TV Hohne. Gleich mal nach Uwe und Susanne fragen, die ich leider nicht mehr getroffen habe. Trotzdem: "Sch?nen Gru?".

Wie neugeboren mache ich mich wieder mit einem kurzen "Danke, super" auf den Weg. Das war wirklich Spitze. Ich denke, meine Dankbarkeit kam doch ein wenig zu kurz. Doch die Matte mit der 30 Kilometermarkierung wartet auf mich.

Der weitere Weg f?hrt uns durch Industriegebiet in Roxel. Insgesamt kein sch?ner Streckenabschnitt. Daf?r ist man aber mit sich allein und kann weitergr?beln, wie es denn im Ziel sein wird. Bis dahin ist es aber noch ein anstrengender Weg zur?ck. Es geht ?ber die BAB1, direkt an der Rastst?tte "M?nster S?d". Mir wohlbekannt. Heute Abend geht es da dann wieder vorbei auf unseren Weg zur?ck ins Rhein-Main-Gebiet. Der Besenwagen treibt auf der anderen Stra?enseite einige L?ufer vor sich her. Oh, oh, die sind erst bei Kilometer 27.

Nur noch 7 Kilometer. Auf der Roxeler Stra?e f?hrt uns der Weg an Kasernenanlagen vorbei. Die britischen Hausherren protzen leider nicht wie letztes Jahr mit ihren Panzern und Gel?ndewagen wo dem Tor. Vorsicht und Zur?ckhaltung ist angesagt!

Gem?tlich und nicht zu rasend kommt die 40er Marke an den Uni-Kliniken immer n?her. Kaum zu glauben, nicht mehr lange hin. Eigentlich wollte ich l?ngst geduscht sein. Zumindest powere ich mich nicht v?llig aus. Der Puls spielt in diesem Wettkampf keine gro?e Rolle mehr. Der t?mpelt so bei 135 bis 140 rum. Ich biege in die Himmelreichallee ein. Sch?ner Stra?enname! Leider f?hle ich mich nicht so. Aber gleich bin ich wieder am Aasee und da mache ich die gem?tliche Schoppen-Pause.

Hoch die Tassen, nein, stilvoll g?nne ich mir ein Glas trockenen Wei?wein, so eine Art Wadenzwicker. Ein Blick auf die Zeit verr?t mir, dass ich noch ewig und drei Tage habe, bis meine Zielzeit erreicht ist. So schaue ich noch dem bunten Treiben am Stra?enrand ein wenig zu. Selbst nach fast 4:30 h harren die Zuschauer aus und spr?hen unheimlich vor Begeisterung. Danke, M?nsterpublikum, das ist absolut irre.

Die letzten Meter laufe ich bis kurz vorm Ziel durch. Beeindruckend l?uft man unter einem in m?nsterschen Farben gef?rbten F?hnchenhimmel zum Zielbanner vor. Da halte ich erst mal an, mache noch diverse Time-Checks, bevor ich in 4:44:44 h meinen Chip mit einem kurzen Ruck ?ber die rote Matte katapultierte. Damit hat dieser Start unausl?schlich Historie f?r mich geschrieben.

Sofort finde ich mich mit Lametta um den Hals wieder. Diesmal in Form einer gelungenen Finishermedaille. Zielverpflegung nehme ich nicht mehr in Anspruch, zuviel habe ich schon in mich reingekippt. Ich denke, ich bringe jetzt mehr Gewicht auf die Waage als am Start. Ich hole noch mein Finisher-T-Shirt ab und verdr?cke mich dann so langsam. Lisa finde ich auf dem Domplatz schnell wieder und dann gehts ab nach Hause.

Als Kritikpunkt an diesem Marathon m?chte ich eigentlich nur die Anfahrt zu den Parkpl?tzen erw?hnen. Das klappte nicht wie gew?nscht. Ansonsten ist in M?nster nahezu alles perfekt. Feststeht, am 05. September 2004 bin ich wieder auf dem Hindenburgplatz am Start.

Anmerkung: Webseite: http://www.volksbank-muenster-marathon.de
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