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Marathon: #17: 1. Vivaris Hasetal-Marathon
veröffentlicht 28.06.2003, 23:53 Uhr
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Laufen28.06.2003: Löningen in 3:50:12 h

Wieder so eine Art Heimatmarathon. Diesmal musste ich nur 70 Kilometer fahren, um zum Ort des Geschehens zu gelangen. Eigentlich war die Anreise schon weiter, aber wenn man einen Marathon mit einem Familienbesuch kombinieren kann, finde ich es wunderbar.
Bereits im September 2002 wurde ich neugierig. Der Veranstalter hat massiv alle Lauf-Foren und Gästebücher bei anderen Veranstaltern vollgeschrieben, um für den Hasetal-Marathon Werbung zu machen. Nachdem ich die schriftliche Ausschreibung vorliegen hatte, war die Sache geritzt. Mit der Anmeldung indes ließ ich mir Zeit. Bei 20 Euro Meldegebühr kann man selbst eine kleine Nachmeldegebühr schnell verkraften. Geboten wurde aber allerhand für den Obulus, wie man der weiteren Schilderung entnehmen kann.

Am Samstag war es dann soweit. Premieren-Marathon-Tag! Nicht um 09:00 Uhr in der Frühe sondern am späten Nachmittag um 17:00 Uhr sollte der Startschu? von Manfred Steffny erfolgen. Also konnte man in Ruhe ausschlafen, genüßlich frühstücken, Mittagessen und entspannt zum Ort des Geschehens anreisen. Die Ausschilderung war schon an der Bundesstraße angebracht, so war es kein Problem zum Meldebüro zu gelangen. Dort bekam man einen blauen Jutebeutel mit seiner aufgedruckten weißen Startnummer. Auch ein Novum. Die Startnummer war dann für die Marathonis ebenso in blau, für die Halbmarathonis in orange und die 10km-L?ufer in gelb (?) gehalten. Außer einem Schwamm konnte man den Rest sofort entsorgen.

Auf dem Parkplatz treffen Lisa und ich noch auf Jürgen, so ein Zufall. Damit war die Passtschon98-Riege komplett. In der Startaufstellung traf man auch gleich Bekannte, allen voran mein Laufkumpan HaWe. Steffny gab dann pünktlich das Rennen frei. Der VanMan klappste mir auf die Schulter, damit ich schneller vorwärts komme und mit diesem Schwung wäre ich fast in Uwe Laig vom TV Hohne reingerannt ;-).

Das Feld setze sich recht flott in Bewegung, die Straße war breit genug. Schon früh - nach zwei Kilometern - stießen wir auf die erste Wasserstation, toll. Gleich erstmal das Ganze rechts liegen lassen. Jetzt tauchen wir ein in den Werwer Fuhrenkamp mit seinen schönen aber engen Waldwegen. Mal ein kurzer Sprint um an kleinen Grüppchen vorbei zu kommen gehört zur Abwechslung dazu. Leider waren das nur zwei Kilometer. Es folgt wieder ein Erfrischungsstation und schon gleich danach der höchste Punkt der Strecke. Holla! Extra ausgeschildert, nur das Gipfelkreuz fehlte. Insgesamt dürfte eine Runde nicht mehr als 10 H?henmeter aufweisen. Die Strecke ist absolut flach und gut zu laufen.

In Evenkamp - einer kleinen Ortschaft - ist dann richtig Party angesagt. Die Stimmung ist ausgelassen und nette Zaungäste allerorts beobachten die Läuferschar. In der Koppel traben die Reiter in schmucker Uniform und sorgen f?r eine schöne Randnotiz. Daneben der Bierstand und ein Streckensprecher, der die "local heroes" begrüßt.

Dann überqueren wir bei Kilometer 7 die Hase (als Fluß der Namensgeber der Region). Mich stört nur der Moppedfahrer vom Video-Service, der vor mir mit 2-Takt-Abgasen die Luft verpestet. Sonst wäre es einfach nur idyllisch hier.

Wie es kommen mußte, nach zwei Kilometern schon wieder ein Zuschauernest, wieder Verpflegung. Teufel! Wie war das noch? Der Hauptsponsor ist der nationale Marktführer bei Sportgetränken! Wir bekommen davon auf jeden Fall etwas mit.

Es folgt mein Lieblingsstück der gesamte Strecke: lange Geraden. Ab und zu tauchen ein paar Radelfahrer auf. Die fühlen sich hier in der Gegend besonders wohl. Es ist ein wahres "Fahradies", um mal eine Werbebotschaft für das Hasetal zu zitieren. Ein paar Kinder stehen noch an der Strecke und lassen sich flei?ig die Hände abschlagen, welch ein blutiges Vergnügen *g*. Ansonsten ist man sich selbst überlassen.

Ã?berholvorgänge von hinten und vorne gibt es auch nicht mehr. Das Feld hat sich vollständig sortiert. Alles läuft wie geschmiert. An den Verpflegungsstellen stehen ?berall ausreichend Leute und bieten ihre Erfrischungen an. Kein Gedränge wie bei einem Stadtmarathon, einfach nur erholsam. Ich laufe seit Kilometer 4 mit einem Schatten. Ein rüstiger Läufer aus Cottbus, Alter 68 Jahre. Unglaublich! Unsere Zeiten haben sich zwischen 5:20 und 5:25 eingependelt. Wir erspähen links von uns Läufer, nur 100 Meter parallel zu uns. Die haben einen Vorsprung von 2,5 Kilometern herausgelaufen und sind gleich in Löningen.

Die zweite Zwischenzeit nach Kilometer 5 wird bei Kilometer 17 genommen. Noch ein Bogen und der östlichste Punkt ist für heute erreicht. Nun dürfen wir auf der Promenade entlang laufen. Neben uns tümmpelt die Hase flußabwärts. Da sind wir Marathonis aber eine ganze Ecke schneller unterwegs.

Die St. Vitus-Kirche mit ihrem eigenwilligen Kirchturm ist der letzte Blickanker, bevor uns der Weg wieder in die Stadt führt. Jochen Heringhaus von Runnerspoint moderiert kurz vor dem Ziel, leider nicht im Ziel. Seltsam. Das hätte man auch anders lösen k´önnen. Nach 1:52:30 h ist der Halbmarathon geschafft, genau ein Schnitt von 5:20 min/km. Mein ständiger Begleiter gibt jetzt Gas und schwupp ist er mir 20 Meter enteilt. Der Grund ist klar auszumachen. Es beginnt zu tröpfeln, nein, zu schauern. Ruckzuck bin ich na?. Na sowas! Wie gut, da? ich schon gleich im Wald verschwinden kann.

Die zweite Runde ist dann auch merklich zuschauerärmer geworden. Kein Wunder, wer hält sich außer ein paar Sportwilligen schon gerne im Regen auf. Ein schönes Bild prägt sich mir auch an einer Verpflegungsstation ein: ein Mädel mit einem Tablett Bananen in einer Hand - in der anderen ein Regenschirm. Wahre Begeisterung!

Meinen tapferen Recken hole ich dann auch wieder ein. Ich nutze schamlos aus, da? er mal kurz austreten muß. Es gab eindeutig zu viele Möglichkeiten, Getränke in sich hineinzuschütten.

Nach Kilometer 30 werde ich spürbar müder und reduziere mein Tempo. Ich denke, ich habe f?r einen Trainingslauf genug geleistet. Au?er Wasser trinke ich jetzt auch mal einen Becher Iso - schmeckt gar nicht schlecht. Dafür nehme ich mir auch ein wenig Zeit, sonst klebts, wenn ich was verschütten sollte.

Die zweite Runde ging erstaunlich schnell vorbei. Ich bin froh, dem zweiten Streckensprecher bei Kilometer 14/35 entronnen zu sein, denn dort war es verdammt laut, seine Begeisterung in allen Ehren.

Ab jetzt beginnt der Endspurt. Möglichst gleichmäßig laufen lautet meine Devise. Ach wie schön ist es doch, wenn man auf den letzten Kilometern noch an Mitstreitern vorbeilaufen kann. So z.B. an Erich Deckenbach von Spiridon Frankfurt, der Probleme mit der linken Wade hat. Im Vorbeilaufen vernehme ich einen deutlichen Fluch, nicht abdruckbar. Dann endlich die letzten Kurve, die Innenstadt, die Ansage von unserem VanMan und das Zuschauerspalier auf dem Marktplatz. Einer spurtet mit viel Dampf an mir vorbei, ich lasse ihn ziehen.

Die Begeisterung ist echt und willkommen. Die Atmosphäre wirklich toll. Schnell verlasse ich die rote Matte und schaue auf meine Zeit. 3:50:12 h. Fünf Minuten habe ich auf der zweiten Runde noch im Regen und bei etwas Wind liegen lassen. Ich hole mir meine Medaille und mein Finishershirt ab. Alles natürlich ohne Aufpreis. Jetzt könnte ich noch zum Wellenbad zum Duschen gehen, mir eine Massage gönnen, doch ich entscheide mich anders. Schnell umziehen und schauen, was die anderen so treiben.

Jürgen ist auch nach knapp vier Stunden im Ziel. HaWe entdecke ich schon von weitem. Er zieht noch ein Leibchen ?ber mit der Aufschrift: Zuschauer ihr ward fantastisch - Wir aber auch (oder ähnlich). Er ist immer zu Sp??en aufgelegt.

Beim VanMan ertönt dann "Glory Days", das unträgliche Zeichen, daß sich Lisa dem Ziel nähert. Die Finishershirts sind fast ausgegangen. Ich tausche mein "M" gegen ihr "L". Diesmal fallen die Shirts klein aus. Die Ergebnislisten f?r die 10er und Halbmarathonis hängen schon aus. Bei den Marathonis dauert es lange. Der Siegerehrung folgen wir nur so mit einem Ohr, trinken erstmal ein (alkoholfreies) Bier und essen eine Kleinigkeit (lecker Paella). Die Party ist ein zusätzliches Volksfest für Löningen.

Insgesamt gibt es kaum etwas zu verbessern. Es war in meinen Augen alles rund. Schwierigkeiten gab es wohl mit einem Streckenposten beim 10er und mit dem Equipment zum Drucken. Lapalien.

Ich war rundum zufrieden mit diesem Marathon. Wenn dann nachts noch der Nebel auf dem Nachhauseweg wegbleiben könnte, wäre es ideal.Anmerkung: Webseite und Ergebnisse
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