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Marathon: #15: 3. Sportarena-Marathon W?rzburg
veröffentlicht 18.05.2003, 22:46 Uhr
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Laufen18.05.2003: W?rzburg in 3:49:53, Startnummer 4219

18. Hamburg Marathon
Wieder mal durfte ich f?r running-pur einen Marathon testen. Das habe ich nat?rlich sehr gern getan. Danke daf?r!

Nachdem ich den Zuschlag bekommen hatte, habe ich gleich mal eine eMail an die Orga des Stadtmarathon W?rzburg geschickt. Denn die offizielle Voranmeldungsfrist war bereits verstrichen und die, die sich bis dahin angemeldet haben, hatten Anspruch auf ein kostenloses Veranstaltungs-T-Shirt. Und das wollte ich nat?rlich auch haben und habe nachgefragt, ob es denn noch eins f?r mich geben w?rde. Die Antwort kam postwendend, sehr freundlich und mit einem klaren JA. Gut soweit. Einige Tage sp?ter habe ich mich auch in der Starterliste entdeckt und bin mit der Marathonnummer 4219 bedacht worden. Die Teilnahmebest?tigung flattert einige Tage sp?ter ein.

Jetzt fehlt nur noch eine Unterkunft. Das Touristikb?ro in W?rzburg ist richtig auf zack und bucht gleich mal fest ein Hotel. Leider etwas zu teuer. Also wieder storno. In der n?heren Umgebung kann man auch f?ndig werden. W?rzburg ist keine Gro?stadt, so da? die Anreise aus dem Umland nur wenige Minuten dauert, bis man am Marathonzentrum angelangt ist.

Der erste Gang war dann am Samstag zum Hotel und dann zur Marathonmesse auf dem Parkplatz Talavera. Als Nichtortskundiger konnte man mit einigem Gl?ck diesen Ort auch finden. Parkpl?tze waren schon ziemlich knapp, denn viele haben sich schon mal in Ruhe auf der gutbesuchten und -sortierten Marathonmesse rumgetrieben und an der Pastaparty teilgenommen. Das Ganze fand statt in einem original bayrischen Bierzelt. Klasse! Richtig viel Platz stand auch zur Verf?gung.

Die Pastaparty war angesetzt zwischen 15:00 und 18:00 Uhr, fr?nkische Spezialit?t. Die Nudeln waren sehr schmackhaft, Sosse mit Gem?se und alles gereicht auf echten Tellern mit richtigem Besteck. Klasse! Dazu konnte man der Moderation zu verschiedenen Themen auf der Trib?ne folgen. Interaktion nicht ausgeschlossen.

Der Titelsponsor hatte auf der Messe den gr??ten Stand, was Wunder. Daneben waren die ?blichen Verd?chtigen, die man immer wieder antrifft. Schn?ppchengarantie.

Die Ausgabe der Startunterlagen verlief wie erwartet problemlos. Nur habe ich mich ?ber den Kleiderbeutel etwas gewundert. Richtig ist in diesem Fall "Kleidert?te". Extrem d?nnes Material, nicht besonders rei?fest, aber zumindest zu etwas zu gebrauchen, n?mlich als Warmhaltecape in der Startaufstellung. In den Unterlagen waren noch ein Schwamm, diverse Flyer, die Marathonzeitung.

Die letzten Hinweise - Informationen f?r die L?ufer - zum Marathon habe ich mir dann etwas genauer durchgelesen. So sollten die Verpflegungsst?nde mit Ballons markiert sein, damit man das findet, was man so zu sich nimmt. Geboten wurden Bananen, Apfelschorle und Wasser. Bei km 21.5 auch UltraBuffer und auch RedBull. Da bin ich wohl aber zu schnell f?r gewesen. Leider habe ich auf der gesammten Strecke nur die Luftballons der Waltherschule gesehen. Schade; gut gedacht, schlecht ausgef?hrt! Um es auch gleich vorweg zu nehmen. Die Postierung dieser Verpflegungsst?nde ist stark verbesserungsbed?rftig. Nicht nur einmal folgte eine Station direkt nach einer Kurve, ganz ohne Ank?ndigung. Was soll das? Keine Chance ein Gel einzunehmen. Oder man dr?ckt es sich rein, w?hrend man einen Becher in der Hand h?lt oder mal eine Pause einlegt. Nun gut, daf?r gab es aber auch wirklich reichlich Wasserstellen entlang des Weges. Ich h?tte mir gew?nscht, die einzelnen Stationen w?ren etwas l?nger, ausgedehnter gewesen, denn einige Male war ich schon dran vorbei, bis ich gemerkt habe, da? das schon das Ende war.

Wirklich ?rgerlich fand ich, da? man kaum Toilettenh?uschen auf der Strecke finden konnte. Zum ersten Mal mu?te ich n?mlich mal ganz dringend, wirklich dringend. Doch kein Dixi in Sicht. Die Streckenposten hatten auch keine Ahnung, wo denn das N?chste aufgestellt sei. Endlich eins gefunden, begann die Suche nach geeigneten Papier. So lie? ich mal vier Minuten liegen, bis ich jenes saubere Gesch?ft beendet hatte. Also Veranstalter, ihr werdet gefordert.

Farbige Punkte zierten einige Startnummern. Die sollten die Startaufstellung regeln. Gut gedacht! Doch in der Realit?t klappt das einfach nicht. Und der "gemeine" L?ufer, der sich immer vordr?ngelt, konnte nicht mal was daf?r. Wie soll man sich denn einordnen? Selbst wenn man fr?h in der Startzone war, hatte man wohl wenig Chancen gehabt. So stand alles kunterbunt durcheinander, keine Kontrolle. Da h?tte ich mir gestern auch nicht die M?he machen m?ssen, mir noch so einen Punkt f?r die Startnummer zu besorgen. Das klappte am Infostand problemlos. Dank f?r die freundliche Dame vom Infostand.

Mittendrin waren auch die Zuschauer, die wirklich hautnah dabei sein wollten. Warum stehen die nicht 100 oder 200 Meter weiter, dort ist die Sicht viel besser?! Hallo L?ufer, das geht an uns! Bitte die Lieben mal aufkl?ren!!!

Das Rennen begann un?berh?rbar mit einem Kanonenschlag. Langsam setzte sich die Meute in Bewegung. Der Weg wurde k?nstlich verengt, weil man die Strecke auch wieder zur?cklaufen mu?te, eben eine Schleife. Keine gute L?sung. Wie gut, da? sich viele Angemeldete entschlossen haben, nicht anzutreten, sonst w?re es noch enger geworden. So sind wir unter der Absperrleine hindurch und konnten die Aufholjagd starten. Ich schwitzte mehr als ?blich; das lag an der schw?len Witterung. Morgens fr?h strahlend blauer Himmel, dann ein f?rchterlicher Wolkenbruch und zum Start kam die Sonne heraus. Nicht lange, dann setzte der Nieselregen ein, der war erfrischend und nicht sonderlich st?rtend.

Nach der Einf?hrungsschleife ging es runter zum Mainufer und dann wieder hoch auf die Hauptstra?e Richtung S?den. Am Stra?enrand heizte eine Band die Stimmung an. Auf der ersten Runde h?rte ich was von den Red Hot Chilli Peppers sp?ter dann von Melissa Etheridge. Irgendwie spielen die immer, was ich gerne h?re.

Es kam wie es kommen mu?te. Die Strecke verengte sich, dazu kam auch eine Mini-Cross-Einlage in Form von nichtasphaltierten Wegen. Gibt es da keine andere Alternative? Der Zuschauerzuspruch hielt sich nach sieben Kilometern in Grenzen. Nach Kilometer 12 in Heidingsfeld war dann wieder ein kleines Stimmungshoch festzustellen. Der Ansager leistet dort ganze Arbeit.

Kurz vorher an derVerpflegungsstation flogen die Gartenschirme um. Der Wind machte auf sich aufmerksam. Ich schickte Bernhard weg, konnte das Tempo nicht mehr halten und lie? es gem?tlicher angehen. Am Pfannenstiel der Schleife konnte man entgegenkommende L?ufer checken. Mal eine kleine Abwechslung und sehr unterhaltsam. Kurz vor der Konrad-Adenauer-Br?cke mu?te ich mal kurz etwas ablassen. Der Druck im Darm nahm kurzfristig ab.

Auf der ?stlichen Mainseite gefiel es mir deutlich besser. Wieder ein kleines Ste?enfest. Ein, zwei Kurven und es ging wieder am Main entlang. Nicht gerade eben die Strecke, immer leicht wellig, aber ein sehr sch?nes St?ck zu laufen. Ich suchte etwas Schutz vor dem Regen unter den B?umen. Der VanMan war vor der Alten-Mainbr?cke hochbesch?ftigt . Leider gab es dort nur wenige Zuschauer. Was f?r eine Verschwendung! Jetzt folgte der Teil durch die Innenstadt. Herrlich. Daf?r lohnt es sich, in W?rzburg an den Start zu gehen.

Leicht ansteigend gehts zur Juliuspromenade hoch. Links und rechts gibt es viele Hotels und Cafes. Leute sitzen dort gem?tlich zum Fr?hst?ck und lassen es sich gut gehen. Wir k?mpfen uns voran und ertragen den L?rm, das Gejolle der Fans. Die Sponsoren verteilen Trillerpfeifen und Ratschen und riesen H?nde zum Abklatschen. Schon toll. Dann f?hrt uns der Weg zur Residenz. Weltkulturerbe! Im Blick bleiben alte Gem?uer und Kircht?rme. Es geht an der Alten Universit?t vorbei, schlie?lich zum Dom und zum Marktplatz mit der Marienkirche. Wunderbar. Der Belag ist auch mal wieder etwas schwieriger. Ich sage nur: Kopfsteinpflaster.

Mit Blick hoch auf die Festung Marienberg gelangen wir zur Alten Mainbr?cke mit den Heiligenbildern. Richtig historisch hier. Eben ist es mir eingefallen. W?rzburg liegt an der Romantischen Stra?e, und dieser Eindruck wurde durch die Streckenf?hrung auch vermittelt. Die Zuschauer in der Innenstadt waren super, da kann man nicht meckern. So soll es sein.

Nach der Aufregung sind die ersten 20 km schon abgespult. Die Halbmarathonis setzen zum Endspurt an. An der Friedensbr?cke ist ein L?ufer kollabiert, ich hoffe, nichts ernsthaftes. Die Sanis waren sofort da. Es kommt die Marathonweiche und ich entdecke endlich die langersehnten Dixis. Pustekuchen! Die sind abgeschlossen und geh?ren nicht zur Marathonorganisation. Schei...

Also weiter gehts, die alte Streckenf?hrung kenne ich jetzt aus dem Effeff. Denkste! Diesmal wird die erste Schleife entgegengesetzt gelaufen. Zuschauer sind kaum auf den Beinen. Ist eben so, wenn das Gros der Teilnehmer Halbmarathonis sind. An der Dreikronenstra?e stehen reichlich Toilettenh?uschen. Klar, vor zwei Stunden hat man sich hier zur Startaufstellung getroffen. Die erweiterte Spitze kommt mir gerade entgegen. Na ja, ich habe noch ein paar Kilometer vor mir.

Auffallend sind die vielen Absperrposten. As wenn es Abk?rzer geben w?rde?! Und au?erdem hat Mika-Timing doch wieder zus?tzliche Matten ausgelegt. Egal. Bei Kilometer 40 gebe ich nochmal Gas, ein bi?chen Ehrgeiz mu? sein. Ich freue mich auf das Weizenbier im Ziel. Vor der letzten H?rde wartet Michel-on-Tour. Also, mal schnell die Hand abklatschen. Und dann die kleine, kurze, giftige Steigung. Mir ist fast zum Kotzen, aber nur noch zweihundert Meter zum Ziel. So, geschafft. Man h?ngt mir eine gutgelungene Medaille um den Hals. Doch ich konzentriere mich erstmal auf meinen Mageninhalt, damit der sich nicht selbst?ndig macht.

Der Zielbereich m??te eigentlich wegen ?berf?llung geschlossen werden. Nicht die Finisher machen alles eng und enger sondern die Zuschauer. Vielleicht h?tte ich doch in einen Kinderwagen g?beln sollen, mal sehen, wie die alle um mich herum reagiert h?tten. Bitte, lieber Veranstalter: vermeide n?chste Jahr dieses Chaos. Und wenn du gerade dabei bist, dann stelle auch sicher, da? wir Marathonis noch was von der Zielverpflegung abbekommen. Das ist doch nicht zu viel verlangt, oder?

Das Finisherbier gibts nicht mehr, RedBull auch nicht mehr, daf?r Mohrenk?pfe, Negerk?ssse; ist ja was ganz Neues, mir wird schlecht. Wasser habe ich auf der Strecke schon genug getrunken, das lasse ich stehen. Okay, wo gehts raus. Etwas bl?d irre ich rum. Nur Absperrgitter, for nothing. Ich will was richtiges zu trinken.

Endlich bin ich auf dem Parkplatz und gehe zum Bierzelt. Rechts ?ben flei?ige Massagesch?ler und kneten dreckige und salzige Waden. Sollte man nicht vorher duschen, eklig. Wie w?re es, die Massagezelte in Richtung Nautiland - dort kann man duschen - zu verlegen. Das geh?rt doch irgendwie zusammen. Sinnig, die Kleiderbeutelausgabe kommt gleich nach den Massagezelten. Kopfsch?ttel.

Am Festzelt treffe ich Achim. Der sieht ein wenig bedr?ppelt aus. Erstmal ein Bierchen ordern. Die K?che arbeitet auf Hochtouren, leider sind die Preise f?r feste Nahrung ganz sch?n gepfeffert, in meinen Augen reine Abzocke.

Punkt 13:00 Uhr kommt ein heftiger Schauer herrunter. Wie gut im Ziel zu sein. Die Siegerehrungen werden teilweise vorgezogen. Ehrungen gibt es reichlich. Gesamtsieger, unterfr?nkische Meisterschaft, Polizeimeisterschaft.

Gegen 15:00 Uhr machen wir uns auf die Heimreise. Der Parkplatz wirkt verlassen. Was hatten wir heute fr?h um 07:15 h Probleme dort ?berhaupt hinzukommen. ?berall Absperrgitter und keine Einweiser. Einfach den Einheimischen folgen und dreist Verkehrsregeln mi?achten ist doch keine L?sung. Was solls?

Das Meiste hat wirklich gut geklappt, aber es gibt noch viel zu tun, damit man mit dem W?rzburg-Marathon richtig zufrieden sein kann. Bleibt zu hoffen, da? das gro?e Engagement der Veranstalter, Sponsoren und Helfer nicht nachl??t. Dann sollte alles in 2004 nahezu perfekt funktionieren.

Ergebnis:
Gesamtwertung der M?nner: 722. Platz
Altersklasse M35: 163. Platz

Brutto-Zeit: 03:51:02
Netto-Zeit: 03:49:53

1. H?lfte: 01:47:25
2. H?lfte: 02:02:28
Anmerkung: Resultate, Veranstalter und Bildergalerie
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