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Wettkämpfe: 1. Hohner Doppelpack
veröffentlicht 04.05.2003, 20:02 Uhr
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Laufen03./04.05.2003: Hohne, 50 km in 4:38:25, Startnummer 90.

Hohner Doppelpack
Schade, da? war es auch schon wieder. Und jetzt mu? ich zwei Jahre auf den n?chsten Doppelpack warten. Wirklich schade. Vertr?sten kann ich mich mit dem Teutolauf im Oktober. Und auf den freue ich mich wieder ungemein.

Der Doppelpack erinnert mich fast an den Br?der-Grimm-Lauf von Hanau nach Steinau. Letztes Jahr habe ich dort zuf?llig Susanne und Uwe Laig kennengelernt, weil sie mir mit ihrem Steinfurter Autokennzeichen aufgefallen waren; also an meine Heimat erinnert haben. In Neuenkirchen hat mich Susanne vom Teutolauf ?berzeugt und dann ist mir beim M?nster-Marathon die Ausschreibung vom Doppelpack in die H?nde gefallen. Nat?rlich geh?rte ich zu den schnellsten Meldern in der Liste. Und wer beim Teutolauf dabei war, kann sich denken, da? der Doppelpack ?hnlich gut organisiert sein sollte. Und ohne Abstriche, so wars.

Die Strecken sind wundersch?n. Zun?chst gehts am Samstag nach dem Bambini- und Sch?lerlauf flach und schnell 26 Kilometer durch das Tecklenburger Land. Dann kommt am Sonntagmorgen der Hammer. Es geht hoch und runter im Teutoburger Wald. Meine Uhr zeigt 485 H?henmeter auf der 24 Kilometer-Etappe an.

Rahmenprogramm
Bevor die Gro?en d?rfen, werden erst die Nachwuchsl?ufer zu ihren Ehren kommen. Die Stadionrunde ist f?r die Bambinis reserviert. Auch Julja tritt wieder an. Ohne Unterbrechung erreicht sie in 2:42 Minuten das Ziel. Die Siegerposse hat sie gut drauf und wir sp?ter unsere Freude mit der Wasserpistole, die sie als Geschenk bekommen hat. Es folgen die beiden Sch?lerl?ufe ?ber die Meile.

Samstag: Feld und Flur
Die Strecke war mir bekannt. Gerne habe ich das Angebot des Veranstalters wahrgenommen, einen Trainingslauf auf der Strecke zu absolvieren. Per eMail-Sammelruf wurde dazu kurzerhand eingeladen. So wu?te ich vorab von den Besonderheiten des Weges. Etwa, da? uns nicht nur ein Asphaltband erwartet, sondern auch Wurzeltrails, Ackerpfade, Wege mit Rasenbelag, Passagen, die man besser mit Gummistiefeln l?uft oder wo man sicherheitshalber einen Kn?chelschutz anlegt. Gott-sei-Dank waren das aber immer nur kurze Abschnitte, so da? ich mit normalen Laufschuhen gut zurecht kam. Oder, da? die Strecke so flach ist, da? auch der Wind nicht gebremst wird, wenn man sich au?erhalb des Schutzes eines Waldes oder einer Baumreihe bewegt.

Aber was soll alles gejammere, schlie?lich ist man freiwillig hier. Wer m?chte, kann auch die kurze Variante w?hlen. Lisa und Christian haben sich dazu entschlossen. F?r sie ging es nach 5 Kilometer am Siebenwegekreuz nur einige hundert Meter ?ber unbefestigte Wege bis sie wieder auf Asphalt stie?en und nach ungef?hr 13 Kilometern das Ziel erreichten.

Der Lauf war trotz des b?igen und in meinem Empfinden immer von vorne kommenden Windes sehr angenehm. Dazu beigetragen hat auch HaWe, mit dem ich Seite an Seite die gesamte Strecke gelaufen bin. Letztes Jahr habe ich ihn beim Teutolauf kennengelernt, als er mich auf Passtschon98 angesprochen hat. So lernt man Leute kennen. 26 Kilometer vergingen f?r uns wie im Fluge.

Sogar eine Ortschaft streiften wir. In Lienen ging es leider nicht durch den Ortskern und schnell waren wir auch wieder raus aus Lienen, um eine kleine Erhebung - den Siensberg - zu erst?rmen. Abwechslungsreich f?hrt uns dann der Weg durch Feld und Flur. Die Orientierung h?tte ich l?ngst verloren, wenn uns nicht die Wegemarkierungen und die zahlreichen Streckenposten den Weg weisen w?rden.

Schneller und schneller spulten wir unsere Kilometer ab und ?berholten so noch zig Leute. Nicht besonders schlau, wenn man bedenkt, da? wir beide am n?chsten Wochenende am Ruhr- bzw. Gutenberg-Marathon teilnehmen wollen. Und dazu erwartet uns morgen auch noch ein hartes St?ck Arbeit.

An den drei gut best?ckten Verpflegungsst?nden nahm ich mir ein wenig mehr Zeit als ?blich. Schlie?lich geht es f?r uns nicht so sehr um schnelle Zeiten. Am Ziel wollten wir uns gegenseitig den Vortritt lassen und haben dabei bestimmt f?nf Sekunden verloren. ;-)

Nach 2:18 Stunden war der Spa? f?r uns vor?ber. Gerald war da l?ngst im Ziel und wurde Zweiter und war sichtlich zufrieden. Gabi kam fast zum Schlu? des Feldes rein und konnte sich ?ber ihre akzeptable Durchschnittsgeschwindigkeit freuen und ?ber die erreichte Gesamtplatzierung m?chtig ?rgern. Hier treten wohl nur megafixe L?ufer an.

Leider gab es im Ziel kein Weizenbier. Das gr??te Manko an der gesamten Veranstaltung. :-( Da bitte ich aber dringend um Abhilfe!!! Vielleicht sollte es auch m?glich sein, den wartenden Zuschauern Sitzgelegenheiten im Stadion anzubieten. So, das war die negative Kritik. Hoffentlich wars nicht zu hart?!

Es ist inzwischen 18:30 Uhr und schnell sind die Akteure in alle Richtungen entschwunden, um sich zu st?rken und f?r Sonntag auszuruhen.

Sonntag: Berg und Tal
F?r 09:30 Uhr war der Start angesetzt. Also relativ fr?h raus. Wie gestern waren Start und Ziel nicht an der selben Stelle. Wieder sind wir knapp einen Kilometer vom Sportplatz weg gef?hrt worden. Der Startschu? an der Diestelbreede ?berraschte mich dann doch. Das lag auch daran, da? ich mich ganz hinten aufgestellt habe. Lange habe ich ?berlegt, ob ich ?berhaupt starten sollte. Freitag noch habe ich Frank W. beim Umzug geholfen und mir dabei das Kreuz etwas verhoben. Gestern gings schon beschwerlich mit dem Laufen. Heute konnte ich mich nur mit M?he in Gang setzen.

Die Laufgruppe war zun?chst recht gro?. Es waren einige Einzelstarter mehr als gestern dabei. Die ersten vier Kilometer waren fast flach, nur leichte Erhebungen. Danach ?nderte sich das Profil und ich nahm Abschied von Christian, der nochmal zu mir aufschlo?, um Tsch?? zu sagen. Wie Lisa meldete er f?r das Doppelp?ckchen, also zweimal 13 Kilometer.

Am Waldrand ging es jetzt leicht bergan und dann voll rein in den Teutoburger Wald. Sogleich begann ich mit den ?berholvorg?ngen. Von der Viehweide bin ich das Laufen in diesem Gel?nde mehr als gewohnt. So kommen wir oberhalb von Lienen am Schwimmbad wieder aus dem Wald heraus. Einmal die Stra?e ?berquert gehts auch gleich wieder in den Wald hinein.

Das kurze St?ck in der Sonne war m?hsam. Die Temperaturen stiegen unaufh?rlich. Noch vor dem Start habe ich mich meines Laufshirts entledigt und bin nur im Singlet gestartet. Eine gute Wahl. Den Sonnenbrand habe ich mir dann w?hrend der Siegerehrungen geholt.

Urpl?tzlich stehe ich vor einer Wand. 15% Steigung!!! Also, da spaziere ich mal kraftsparend hoch, es ist auch so recht anstrengend. Die Gastst?tte Malepartus in 225 m H?he ?ber NN liegt vor uns. Zeit sich zu verpflegen. W?re sch?n, wenn hier auch Weizenbier angeboten werden w?rde. Vielleicht klappts beim n?chsten Mal. Ich st?rze mich auf kalte Cola. Christian berichtet, da? die Doppelp?ckchenl?ufer Pech hatten und keine Cola bekamen. Entweder waren die zu schnell an ihrem Verpflegungspunkt angelangt oder alles wurde f?r die Langl?ufer bevoratet.

Die kurze Rast nutze ich auch zum Dehnen f?r meinen l?dierten R?cken, der mir beim Bergablaufen kr?ftig zu schaffen macht. Vom "Fuchsbau" gehts dann noch ein wenig durch den Wald und ich meine ein "H" f?r Hermannsweg gesehen zu haben. Sp?ter laufen wir definitiv noch etwas ?ber den Hermannsweg.

Endlich kann ich mal etwas schneller laufen, denn eine relativ ebene Passage folgt nun. Die Kilometer vergehen, ohne da? ich die einzelnen Kilometermarkierungen registriere. Zu sch?n ist dieser Lauf. Ich ?berhole schon seit geraumer Zeit immer wieder die gleichen L?ufer. Ist es eben oder gehts bergan, laufe ich an ihnen vorbei, f?hrt uns der Weg hinunter, mu? ich stoppen, den R?cken richten und zig Leute passieren lassen. So verliere ich Minute um Minute. Echt frustrierend!

Besonders schlimm ist es dann an den Serpentinen. Das Gef?lle wird mir an den Scheitelpunkten fast zum Verh?ngnis. M?hsam qu?le ich mich runter. Es ist, als ob mich jemand von hinten getreten h?tte. Ich b?cke mich und h?re gleich, was vom "Bockspringen". Danke f?r die Aufheiterung und das Mitgef?hl.

Bei dem folgenden Anstieg vor der zweiten Verpflegungsstelle gehts dann auch bergauf nicht mehr. So sehe ich mich gen?tigt, mal beim Sani vorzusprechen. Da der mir aber auch nicht helfen kann, beschlie?e ich, da? es auch so gehen mu?. In diesem Moment rauscht HaWe den Berg herunter. Er erz?hlt, wie er gestern den Lauf verdaut hat, da? es m?glicherweise zu schnell war, er ein wenig unterzuckt gewesen sei und er jetzt mit angezogener Handbremse laufen will. Wir trotten ein gutes St?ck zusammen, bis er an einem flachen St?ck abrei?en l??t. An der n?chsten Steigung ?berholt er mich w?hrend meiner Dehn?bungen zwar noch einmal, aber dann laufe ich an ihm vorbei, als die Steigungen endlich ein Ende finden. Ich sehe ihn erst im Ziel wieder.

Die folgende Kreuzung ist mir vom Teutolauf vertraut. Ich wei?, es geht ein gutes St?ck eben weiter. 200 Meter voraus entdecke ich mal wieder mir bekannte Mitl?ufer und ?berholte ?berholer. Es dauert nur bis vor den Steinbruch, dann habe ich sie wieder hinter mir gelassen.

Nur die ber?chtigten Treppen m?ssen noch in Angriff genommen werden. Wenn man denkt, man hat es geschafft, bekommt man gleich mal einen D?mpfer verpa?t. Eine winzigkleine Ecke nur und weitere Stufen warten auf mich. Auch dann m?ssen weitere harte H?henmeter erklommen werden, bevor die letzte Tr?nke erreicht wird.

Und die kommt wie gerufen. Wasser, Cola, Tee, nee, ohne mich! Der piekfeine Ober mit Fliege, Sch?rze und Serviette ?ber den Arm l?chelt mir zu. Dankend nehme ich an, ein Tablett vom Wadenzwicker. Sprich, vier Gl?ser Wein zu mir, quasi doppelt gedoppelt. Gut gest?rkt habe ich keine Lust l?nger zu ruhen. Nur noch wenige Meter bergan, dann soll das Ziel so langsam kommen.

Doch jetzt liegt der angek?ndigte Matschweg vor unseren F??en. Ungebremst fliege ich den Berg runter. Ich passe h?llisch auf, mich nicht zu vertreten. Das k?nnte sehr leicht passieren. Ein umgest?rzter Baum mit den Doppelpack-Markierungen, den ++Zeichen, versperrt den Weg. Sozusagen die letzte H?rde. Ich ?berhole nochmal 6 L?ufer und gebe nur noch Gas. Kraft genug habe ich ja noch. Zwangspausen habe ich ja mehr als genug einlegen m?ssen. Die Schuhe verlieren ob der verklebten Sohlen etwas an Traktion. Trailschuhe w?ren hier die richtige Wahl gewesen.

Pl?tzlich bin raus aus dem Wald. Sohlen austreten und im Schu? gehts nach Hohne runter und rein. Das Stadion ist nah. Eine Stra?en?berquerung, eine Stadionrunde und meine Lauffreunde erwarten mich. Die Zeit stoppt bei 2:20. Versprochen ist versprochen, einen Bericht zum Doppelpack mu? ich wohl auch schreiben.

Mit der Leistung bin ich insgesamt nicht unzufrieden, obwohl deutlich mehr drin gelegen h?tte. Aber der eigentliche Laufgenu? w?re dann zu kurz kommen.

Das Abschlu?prozedere geht den Leuten vom TV Hohne locker von der Hand. Siegerehrungen, Tombola, Siegerehrung. Nur h?tte man die Gesamtsieger 1-2-3 vielleicht noch deutlicher herausheben k?nnen. ?brigens konnte Gerald den zweiten Platz in der Gesamtwertung erringen. Und Gabi wurde Dritte in ihrer Altersklasse. Passtschon98 kommt wieder, versprochen.

An dieser Stelle mu? ich mich noch mal wiederholen. Es ist schade, da? der n?chste Doppelpack erst in zwei Jahren stattfinden soll. Wohl aber eine kluge Entscheidung, denn n?chstes Jahr gibts wieder - zeitgleich? - die Riesenbecker Sixdays. Da m?chte ich auch gerne dabei sein.

Res?mee
Mit ungeheurem Flei? und Akribie wurde hier wieder eine Laufveranstaltung auf die Beine gestellt, die seines Gleichen sucht. Bereits der Teutolauf ist eine Wucht. Und mit dem Doppelpack hat der TV Hohne noch einen drauf gepackt. Ich frage mich nur, wann der erste Teutoburger Waldmarathon ins Leben gerufen wird? Zwei Meldungen - HaWe und ich - liegen daf?r bereits vor.

Warum komme ich so sehr ins Schw?rmen? Nochmal einige Details:
1. alle Informationen zur Veranstaltung liegen schriftlich - nat?rlich auch im Internet - vor.
2. detailierte Streckenbeschreibungen habe ich bisher in dieser Form noch nirgends gesehen. Da wei? man, worauf man sich einl??t und hat Spa? beim lesen.
3. gef?hrte Vorbereitungsl?ufe gibt es sonst nur in der Marathonvorbereitung f?r einen Stadtmarathon oder beim TV Hohne.
4. Die Organisation l??t keine W?nsche offen:
- Parkpl?tze ohne Ende
- Hallen?bernachtung
- g?nstiges Fr?hst?ck
- warme Duschen
- Getr?nke und Erfrischungen f?r alle L?ufer und brauchen sie noch so lange
- Kuchenb?ffet, belegte Br?tchen, W?rstchen und Erbsensuppe aus der Feldk?che
- Ansprechpartner, die auch Antworten geben und sofort auffindbar sind; deutlich an der langen Stange mit dem baumelnden "i" auszumachen
- gute Kennzeichnung der Wegef?hrung
- perfekte Verkehrssicherung
- kostenloses T-Shirt f?r die schnellsten Anmelder
- Ergebnislistenaushang, auf Wunsch Urkunde
- Laufangebot f?r Klein und Gro? (Bambinil?ufe, Sch?lerl?ufe, Doppelp?cken und Doppelpack, einzeln oder kombiniert, ad libitum)
- famili?re und freundschaftliche Atmosph?re
- Bildergalerien auf der Seite http://www.teutolauf.de

Bleibt noch was zu sagen, dann bitte her mit euren Kommentaren.
Anmerkung: VeranstaltungswebseiteBildergalerie
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