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Denkmal!

Der Baum kann sich den Vogel nicht aussuchen, der auf ihm landet.

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57. Paderborner Osterlauf
veröffentlicht 20.04.2003, 14:00 Uhr
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Laufen19.04.2003: Paderborn gibt an Ostern alles.

Es sind im Angebot:
2x Bambinil?ufe f?r unterschiedlich Altersgruppen
1x 5 km laufen
1x Inlineskaten (10 km)
1x 10 km laufen
1x Halbmarathon + 1x Handbiker

Diese werden alle zeitlich versetzt gestartet. Die Ausschreibung ist ?bersichtlich, umfassend und vollst?ndig. Die Homepageadresse genial einfach:www.paderborner-osterlauf.de. Ergebnisse und Fotos gibt es am Abend in der Lokalzeitung, die "Neue Westf?lische".

Perfekt ist die zeitliche Platzierung der Veranstaltung am Ostersamstag. Rechtzeitig vor den "fetten" Ostertagen kann man sich noch sportlich bet?tigen, damit das schlechte Gewissen an den ?ppigen Fleischt?pfen nicht zu gro? wird. Ausw?rtige k?nnen, wenn sie Lust haben, vorher noch einen Stadtbummel machen, denn Paderborn bietet da so einiges; da lohnt sich eine evtl. l?ngere Anreise schon.

Die Altstadt ist wundersch?n, schade dass wir keine Zeit hatten, uns in den Gesch?ften zu vergn?gen, das n?chste Mal aber ganz bestimmt. Der Dom ist un?bersehbar und wie immer an der h?chsten Stelle gebaut; er ist einfach monumental. W?hlt man den Weg durch die Flanierzeile in Paderborn zum Start, dann bef?rchtet man schon schlimmes was das Streckenprofil angeht. Sehr reizvolle Lage, aber ob das auf 21,1 km so gut kommt?

Schade, dass man von der Organisation vor Ort keinerlei Orientierungshilfe zum Ort des Geschehens bekommt. Nur der Hinweis dass der Innere Ring gesperrt ist und ein Umleitungsschild, weisen darauf hin, dass in der Stadt was los sein muss. Nein, auch Plakate zum Paderborner Osterlauf lassen dies wissen. Aber wo gehts lang? Wo sind sind ob dieser Ausnahmesituation Parkm?glichkeiten? Der Ortsunkundige muss sich da schon selbst helfen. Gott sei dank ist Paderborn recht ?bersichtlich. Unsere Anfrage nach dem Start in einem Runners Point-Gesch?ft, einem renommierten Laufladen, der auch noch Sponsor der Veranstaltung ist, war entt?uschend. Der Verk?ufer hatte nur eine vage Ahnung davon, dass ein Lauf in Paderborn stattfindet. Er konnte uns nicht weiterhelfen, erbot sich aber uns die Information zu beschaffen. Kunden, die unsere Nachfrage im Vorbeigehen mitgeh?rt hatten, wu?ten sofort Bescheid und gaben uns die Richtung an.

In die richtige Richtung geleitet, war es dann nicht schwer dort hinzufinden, denn der Moderator war schon von weitem zu h?ren. Der Weg f?hrte uns durch wundersch?ne Stadtbereiche und Parks von Paderborn. Angekommen wird man gleich mit der wichtigsten Frage konfrontiert: wo gehts zur Startnummernausgabe? Es geht im wahrsten Sinne des Wortes drunter und dr?ber. Am Sportzentrum selbst gibt es diverse Fu?g?ngerunterf?hrungen, die man einfach ausprobieren muss, um herauszufinden, welcher Weg zum Eingang der Sporthalle f?hrt. Zum Start f?hren reichlich Hinweisschilder, nahezu an jedem Baum ist eines angebracht. F?r Halbmarathonis oder alle die etwas sp?ter starten, f?hrt der Weg durch heilloses Gewimmel, alles ist auf den Beinen: L?ufer, Bambinis, Finisher des 10 km-Laufes, Skater, noch nicht gestartete, Startnummernabholer, Nachdemlaufnochnichtgeduschte. Die Impressionen sind verwirrend.

Die Startnummernausgabe ist gleich am Eingang der Sporthalle, eigentlich prima, aber es entstehen Staus, die es anderen Menschen schwer macht, zur Laufmesse zu kommen. Zudem stehen noch Tische, beladen mit Ausschreibungen im Weg. Die h?tten doch wirklich Platz in der Messehalle gehabt.

Paderborn hat die Veranstaltung im gro?en Marathonstil angelegt, mit allem dazugeh?rigen Drumunddran (Chip, Messe, Pastaparty, Medaille, Sofortukunden, T-Shirt f?r 10 ?). F?r jemand der vor einem Wettkampf noch seine Ruhe haben will, ist das nix. Hier findet er sie nirgends. Aber es geht trotzdem relativ schnell, der Vorteil der versetzt platzierten L?ufe?

Wer Gl?ck hat, entdeckt die im verborgenen liegenden Toiletten (bei den Umkleiden), ausgeschildert sind diese leider nicht. An den offiziellen Toiletten bildeten sich lange, lange Schlangen.

Zum Start des Halbmarathons ist nat?rlich alles was sich nur irgendwie f?r den Lauf interessiert in Richtung Startzone unterwegs. Es ist hier ein wahres Nadel?hr zu passieren. Nicht geht vorw?rts! Der einzige ausgeschilderte Weg ist verstopft. Ich w?hlte daraufhin kurz entschlossen das "Hintert?rchen", denn sonst w?re ich nicht p?nktlich zum Start gekommen. Das Zuschauerinteresse ist gigantisch. Sie dr?ngen sich an der Absprerrung und bejubeln die K?mpfer und feuern an, was das Zeug hergibt.

Was mich vorher schlimmes ?ber das Profil bef?rchten lies, hat sich nicht bewahrheitet. Die Strecke ist pottenflach, ca. 15 H?henmeter lie? mein H?henmesser verlauten. Gottseidank. Sie f?hrt durch Paderborns Vorst?dte, Naherholungsgebiete, durch breite Stra?en, so dass die ca. 1700 angek?ndigten Teilnehmer des Halbmarathons gut Platz haben und es im Startbereich nicht zu zeitlichen Verz?gerungen kommt. Die L?ufer reihten sich diszipliniert entsprechend ihrer Leistungsklasse in das Startfeld ein.

Der Lauf kam fl?ssig in Gang und das Feld entzerrte sich ruckzuck. Es wurden 3 Runden je 7 km gelaufen. Teilweise die gleiche Strecke, die auch schon die Inliner und die anderen L?ufer passieren mussten. So waren jede Menge Kilometerschilder aufgebaut, was zu einem Schilderwirrwar f?hrte. Den gestre?ten L?ufer ?berforderte das schon, man musste genau hinsehen, um die f?r einen selbst relevante km-Anzeige herauszufinden. Erschwerend kam hinzu, dass sie mal links und mal rechts aufgebaut wurden. Wer sich ?ber die Kilometerzeiten orientieren wollte, hatte Pech. Die Km-Angaben stimmten so nicht, ein echtes ?rgernis.

Auch in den Vororten fanden sich immer wieder Menschenansammlungen, die den Gequ?lten Mut zusprachen; das nennt man Zuschauerengagement. Die Strecke war zum Schutz der L?ufer nicht vollst?ndig abgesperrt. Zum Leidwesen von genervten Autofahrern, die wohl doch teilweise ziemlich lange Wartezeiten in Kaufen nehmen mussten. Auch war seitens der L?ufer in abgelegenen Wohngebieten Vorsicht angeraten, um ein unwillkommenens Zusammentreffen mit Fahrzeugen zu vermeiden.

Das Rundensystem ist schlau, so spart man sich mehrere Verpflegungsstellen. Irgendwie kam es mir vor, als w?ren die zwei vorhandenen recht d?rftig ausgestattet. Es gab erst mal Schw?mme, jede Menge davon. Aber wozu bei dem Wetter? Es war bedeckter Himmel und Regen angesagt und k?hl au?erdem. Also Schw?mme und Wannen mit Wasser (bei anderen Veranstaltungen ist die Reihenfolge anders) und dann Wasser und Elektrolyt, in kleinen Plastikbechern (wir L?ufer wollen Pappbecher! Zum einen sind die besser zu entsorgen und zum anderen leichter zu h?ndeln f?r uns L?ufer). Die Becher waren zu einem Drittel gef?llt, gut gemeint, aber, wer was zu trinken braucht, bekommt einfach zu wenig (beim n?chsten Mal habe ich mir gleich zwei Becher geschnappt).

Der Vanman - Jochen - war wie immer gut positioniert. Beim 3. Mal passieren, erkannte er mich endlich. Nett, wie er immer ist, begr??te er mich mit Handschlag.

F?r die Handbiker musste lauthals der Weg frei gemacht werden. F?r die war es nicht ganz ungef?hrlich. Der 1. L?ufer und die 1. Frau wurden rechtzeitig per F?hrungsfahrzeug angek?ndigt, hier w?re das auch angemessen.

Drei Runden lassen sich gut mental aufteilen und das hilft, wenns einem nicht gut geht. Sch?n auch, dass man immer den Start-/Zielbereich passiert und die entsprechende Aufmunterung erh?lt, sofern man diese noch mitbekommt. Dumm gelaufen, wenn ein Ordner einen in die falsche Bahn schickt und man so 100 unn?tige Meter zuviel l?uft, ?rgerlich, ?rgerlich. Das ist nicht mir passiert, aber anderen L?ufern vor mir. Wolf-Dieter Poschmann, ZDF-Sportchef war gestern leider krank, so trat ein mir unbekannter Moderator an seine Stelle, der zwar ambitioniert war, aber Poschi nicht ersetzen konnte. Poschi kennt man halt.

Der Zieleinlauf ist professionell und psychologisch gut gemacht. Es geht - wie auch in Trier - ein wenig bergab. So kann man/frau, wenn man denn noch leichtf?ssig ist, einen Zielspurt hinlegen. Im Zieleinlauf wird einem gleich eine sch?ne, gut ausgestaltete Medaille umgeh?ngt, ungew?hnlich f?r einen solchen Lauf.

Die Ziel-Verpflegungsstelle ist gut versteckt. Es gibt auch nur Wasser. Offenbar eine Anordnung des DLV, wie mir ein Helfer auf befragen mitteilt. Die Cola, die noch auf dem Lkw zu sehen war, gab es nur im VIP-Zelt. Mir unverst?ndlich! Gerade wenn es kalt und regnerisch ist, w?re doch ein warmer, ges?sster Tee, oder eben diese Cola Balsam f?r die wunde Seele und zum stabilisieren eines vielleicht desolaten Kreislaufes bestens geeignet. Und, wof?r zahle ich 16 ? Startgeld. Da wird schon ?ppig abgesahnt.

Wer seine Sporttasche abgegeben hatte, musste sich wiederum ins Chaos st?rzen. Die freundlichen und gottseidank vorhandenen Helfer waren ein wenig im Stress und liecht ?berfordert. Wer noch ein weiteres Andenken m?chte, kann sich eine Sofort-Urkunde ausdrucken lassen, eine Idee, den gro?en Marathons entlehnt. Wenns dann noch richtig funktioniert (selbst ausprobiert: Einlaufzeit stimmte definitiv nicht und auch Brutto=netto.), hat der L?ufer auch seinen Spass daran.

Dann gab es noch eine Startnummern-Tombola, wo die Gl?ckspilze des Tages ein weiteres Geschenk gewinnen k?nnen. Die Duschen waren offensichtlich warm, auch noch f?r die sp?t einlaufenden Halbmarathonis.

Schade, dass das Wetter nicht so sch?n war, aber daf?r k?nnen die Paderborner nichts. Der Regen setzte erst gegen Ende der Veranstaltung ein und hielt auch nicht lange an. W?re so sch?nes Wetter, wie die Tage zuvor gewesen, w?re der ganze Platz eine einzige Partymeile gewesen. Die Imbissbuden waren gut besucht und schnell w?re alles noch viel enger geworden.

Fazit: Der Ausrichterverein SC Gr?n-Weiss 1920 und die Stadt Paderborn gaben gestern wirklich alles. Man bekommt jedoch den Eindruck, dass das alles des Guten zuviel ist. Manchmal ist weniger mehr. Wenn man das "wussten Sie schon?" auf der Homepage aufmerksam durchliest, stellt man fest, dass der Teilnehmerzuspruch die letzten Jahre wirklich enorm gewachsen ist. Mitgewachsen scheint aber nicht die Organisation zu sein, die angesichts dieser Massen sich vielleicht mal Gedanken um einen Umzug machen sollte. Die Veranstaltung war im Endeffekt jedoch besser, als ich sie hier zum Ausdruck bringen konnte. Wo viel getan wird, werden viele Fehler gemacht, so ist das halt. Alles in allem hat angesichts der F?lle des Angebots wirklich vieles sehr gut geklappt, nur einen positiven Eindruck hat die Osterveranstaltung insgesamt halt nicht bei mir hinterlassen.

Wer sich gerne mitten ins Leben st?rzt und Orientierungsk?nstler ist, ist bei dieser Veranstaltung richtig. Wers lieber ruhig und ?berschaubar haben m?chte, hat hier nichts zu suchen.

Achja, es sollen insgesamt ca. 6400 Sportler teilgenommen haben. Glaube ich aber nicht!


Anmerkung: Veranstalter-Webseite und Bildergalerie
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