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Marathon: #12: 20. Steinfurt Marathon
veröffentlicht 23.03.2003, 22:16 Uhr
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Laufen23.03.2003: Steinfurt in 3:55:38

20. Steinfurt Marathon
Nach dem Marathon in Kandel vor zwei Wochen m??te ich mich eigentlich ganz sch?n motivieren, wieder einen Lauf ?ber die Distanz von 42,195 km zu bestreiten. Doch hatte ich wenig Probleme damit. Meine Ambitionen bei diesem Start schraubte ich einfach weit zur?ck. So wollte ich nur unter 4 Stunden finishen, langsam und gem?tlich 32 Kilometer laufen, um die letzten 10 im 5er-Schnitt zu bew?ltigen. Nun gut, aus letzterem wurde nichts, denn es lief anfangs zu gut und deswegen zu schnell. Am Ende erreichte ich aber mein Minimalziel unter 4 Stunden die Ziellinie zu ?berqueren.

Den Steinfurter Marathon habe ich mir nach meinem ersten Marathon in Hamburg in den Terminkalender geschrieben. Im Kreis Steinfurt, in Rheine genau, bin ich gro? geworden und da liegt es nahe, einen weiteren Heimatmarathon (nach Frankfurt und Essen) zu laufen.

?berhaupt ist die Gegend ganz gut mit Marathonl?ufen und herausragenden Laufevents best?ckt. Im M?rz Steinfurt, im Mai Enschede in den Niederlanden, im Juni in L?ningen (Hasetal-Marathon) und im September in M?nster. Dazu noch die "Null" in Georgsmarienh?tte im Juli sowie im Dezember. Und nicht zu vergessen der Hohner Doppelpack im Mai und der Teutolauf im Oktober. Beides Veranstaltungen die das L?uferherz nur so erfreuen k?nnen.

Die Organisation ist wirklich vorbildlich soweit man das so mitbekommt. Einzig die Webseite ist etwas provinziell. Aber das kann ja noch werden. Die Startnummernausgabe klappt vorz?glich und auch eine kleine Marathonmesse kann man nutzen. Der Steinfurter Marathon r?hmt sich mit der Einf?hrung der Brems- und Zugl?ufer bei Marathonl?ufen in Deutschland. Und in der Tat, es ist nicht zu ?bersehen, das man darauf ganz besonderen Wert legt.

Mit martialischen Geschrei machen die sich vom Start weg auf der Strecke bemerkbar. Die 4-Stundengruppe sitzt mir eine ganze Weile im Nacken und immer wieder hallt ihr Schlachtruf ?ber die Lande. Und "?ber" ist ein gutes Stichwort.

Vom Start aus geht es n?mlich erstmal etwas hoch hinaus. Es sind zwar nur 35 Meter, aber man merkt sofort die Anstrengung in den Beinen und den kr?ftigen Winddruck auf der Brust. Dieser Wind kommt recht frisch aus Richtung Osten. Er ist kalt, so da? die Sonne M?he hat, dagegenzuhalten. Aber mehr als 13? C werden es auch nicht. Es macht trotzdem Laune seinen Blick ?ber das weite M?nsterland schweifen zu lassen. Blickfang ist nat?rlich die M?hle an der der L559 und die vielen neumodischen Windanlagen um Hollich herum. Die sind das eindeutige Indiz daf?r, das hier der Wind gerne weht und nicht nur gelegentlich L?ufer ?rgern will.

Die erste Verpflegungstelle ist dann eine wahre Wonne. Erst Iso, dann Tee, Wasser, Fr?chte; angereicht von vielen freiwilligen Helferh?nden, ob gro? oder klein, alle sind sie begeistert bei der Sache. Wie auf dem Marktplatz bieten sie den L?ufern ihre Becher an; ich frage mich, wer hier eigentlich der Wettk?mpfer ist? Ohne Zeitverzug und gest?rkt liegt Borghorst vor meinen F??en.

Von weitem h?rt man schon das Gegr?lle aus Trillerpfeifen und Kinderkehlen, von Ratschen und Klatschen. Jubel, ein Get?se sondergleichen. Mir schie?t sofort "l'Alp d'Huez" in den Kopf. Gottseidank ist dieses Spalier hier aber nicht allzu lang. Doch was bleibt ist die Steigung. Ich sch?tze mal so auf 10% auf einer L?nge von 250 Metern. Als Taunusl?ufer ist das eine Leichtigkeit, ha! Andere m?ssen aber ziemlich japsen.

In Borghorst trauen sich hier und da auch einige Zuschauer auf die Stra?e. Dann lassen sie auch nicht locker, die L?ufer unerm?tlich anzufeuern. Insbesondere ein paar Jugendliche haben ihren besonderen Spa? eine Pivatdisco auf die Stra?e zu zaubern und in der Nchbarschaft mal richtig die Sau rauszulassen. Weiter so, meinen Segen habt ihr, bis n?chstes Jahr. Nach Downtown-Borghorst gehts zwei Fu?g?ngertunnel hindurch stramm Richtung Br?cke ?ber die B54.

Nun wird es wieder reichlich still, windig und genu?voll. Frische (Land)Luft durchstr?mt meine Lungen. Im gro?en Bogen kommen wir schon bald - fast zuschauerfrei und menschenleer - wieder in Steinfurt an. Noch l?uft bei mir alles zufriedenstellend. In 1:53 Stunden bin ich durch und begebe mich auf die zweite, identische Runde. Der VanMan begr??t mich, stellt der Zuschauerschar freudig Passtschon98 vor und schon h?re ich ihn nicht mehr.

Jetzt gehts hoch zur Br?cke ?ber die B54, rauf zur M?hle und wieder nach Borghorst. Doch so frisch wie bei der ersten Etappe sind meine Beine nicht mehr. Der Wind macht zu schaffen. Es wird bei mir immer langsamer. Die Vorbereitung war wohl doch nur suboptimal oder das bisherige Tempo heute einfach zu hoch. Ab jetzt hei?t es bei?en. Und damit bin ich nicht allein. Viele gehen und dehnen am Streckenrand, manche kommen mir entgegen und geben auf. In den Ergebnislisten sehe ich sp?ter, da? die meisten auf der zweiten Runde kr?ftig Federn lie?en.

Am Ortsausgang von Borghorst sehe ich schon von weiten meinen Vater und Christan auf mich warten. Ich freue mich auf ihre aufmunternde Worte, die Gelegenheit etwas rumjammern zu k?nnen, da? es heute nicht so l?uft wie geplant. Fortan halte ich mich fest an meiner Flasche Cola, die sie mir gereicht haben. Ab und zu g?nne ich mir eine kurze Verschnaufpause, bis ich mich wieder antreibe, weiterzulaufen.

Noch drei Kilometer! Es geht nur noch bergab, das ist gut so. Es beginnt mir langsam mit untergehender Sonne zu fr?steln. Jetzt will ich schnell ins Ziel. Mir fallen die vielen Streckenposten auf, die hier am Marathon mitarbeiten und ihre Freizeit opfern. Ein ausgesprochenes Lob an dieser Stelle von mir daf?r. Danke, gut gemacht!

Der letzte Kilometer macht richtig Spa?. Kopfsteinpflaster, Richtungs?nderungen, in der Altstadt, wieder Zuschauern und die Zielgerade.

Ich halte Ausschau: ich erkenne den Van, aber keinen VanMan (der sitzt im Auto und kommentiert), ich fixiere ein Glas mit Weizenbier, das ?ber der Absprerrung wedelt, daran ein langer Arm. Und der geh?rt zu Christian. Ach, mein Vater steht daneben, grinst und klatscht. Ich schnappe mir das Glas, will eigentlich erstmal einen gro?en Schluck daraus trinken, werde aber zurechtgewiesen: "Stefan du sollst laufen und nicht saufen ..." Moment mal, alles der Reihe nach. Also laufe ich mit dem vollen Glas weiter, darauf achtend nichts vom k?hlen Gut zu versch?tten.

Es war ein sch?ner Zieleinlauf. Die Zuschauer haben von ihrer Begeisterung auch nach bald vier Stunden nichts verloren; das Schlo? und die Wasserm?hle bilden eine fantastische Kulisse f?r die letzten paar Meter zu Fu?.

Jetzt g?nne ich mir endlich meine Sonderverpflegung. W?hrenddessen h?ngt ma mir die Medaille mit blauem Band um den Hals, die die Wasserm?hle zum Motiv hat. Wirklich sch?n. Meine Uhr stoppe ich mit 3:55 h, na also, hat doch noch ganz gut geklappt, ich bin zufrieden.

Ohne Wartezeit gehts auch gleich zum nahegelegenen Parkplatz (auch vorbildlich organisiert). Christian f?hrt mich Heim. Danke!

Auch dieser Marathon ist einer, den ich gerne wieder laufen m?chte und uneingeschr?nkt empfehlen kann. Das Profil ist zwar nicht immer ganz leicht (fast 150 H?henmeter werde nauf meiner Uhr angezeigt) und windanf?llig, aber die Strecke ist sch?n zu laufen, mit heruasgehobenen Stimmungsnestern und toller Versorgung. Leider verfehlte der Marathon ganz knapp die Marke von 1000 Finishern. Schade!
Anmerkung: Webseite und Ergebnisliste
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