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Marathon: #11: 28. Bienwaldmarathon
veröffentlicht 09.03.2003, 20:32 Uhr
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Laufen09.03.2003: Kandel in 3:35:58 (neue persönliche Bestzeit).

Bienwald Marathon
Die Strecke in Kandel - unweit Karlsruhe - ist wohl neben Steinfurt im Norden Deutschlands, die ideale Strecke f?r den Einstieg in die Marathonsaison. Sie ist vollst?ndig asphaltiert, flach und erlaubt insgesamt schnelle Zeiten zu laufen. Angepriesen wird der Bienwaldmarathon als ein Landschaftslauf. Ist er auch, schlie?lich ist man fast nur im Wald unterwegs, wenn auch ein Gro?teil davon auf der breiten Kreisstra?e 15.

Die Marathonis teilen sich die Strecke mit Inline-Skatern, die 10 Minuten fr?her gestartet sind und einem Feld von Halbmarathonis. Insgesamt haben gut 1800 Sportler und einige Begleiter die doch enge Startzone bev?lkert . Ausgesprochen ?rgerlich finde ich, da? man ohne einen Chip startet. So verliert man unn?tig Zeit in der Endabrechnung. Und immerhin wird gleichzeitig auch die Pfalz-Meisterschaft im Marathon ausgetragen. Da sollte eine Nettozeitnahme doch fairerweise m?glich sein.


Aber von vorne: erstmal hinkommen nach Kandel. Von Frankfurt sind es gut 150 km auf der Autobahn. Also fr?h raus und noch fr?her, wenn man das Formel1-Rennen in Australien sehen will. Also knapp 4 Stunden Schlaf, ein schnelles Fr?hst?ck im Auto, Rainer noch zwischendurch eingesammelt und auf gehts. Die Einweisung in die Parkpl?tze verl?uft reibungslos, wenn nicht eine d?... Autofahrerin um jeden Zentimeter freien Parkraum (k)eifern w?rde. Die Startunterlagen erh?lt man in der Sporthalle am Stadion. Nur ein Ein- und Ausgang, ziemlich eng. Daf?r klappt das Prozedere reibungslos. F?r das Veranstaltungsshirt, nett, mu? man sich extra anstellen. Aber alles im Preis von moderaten 23 Euro. Toiletten gibt es auch zu Hauf, gut f?r die letzte Pr?paration.

Der Start erfolgt p?nktlich. Vorab habe ich mir ein Fernziel von 3:30 und ein Nahziel von 3:40 gesetzt. Also kann ich auch nicht lange rumbummeln. Ich versuche schnell meinen Rhythmus zu finden, um nicht zu ?berpacen. Rainer l?uft mir voraus. Das ist gut. Ich halte mich knapp hinter ihm, um bei Kilometer 2 mit ihm zu laufen. Ich f?hle mich auch bei Kilometer 5 nach dem Ortsdurchlauf in Minfeld an der ersten Verpflegungsstation recht gut. Ab da laufe ich auch allein. Rainer sehe ich erst an der ersten Wende wieder.

Zwischendurch kommen wild hupende Motorr?der entgegen. Es wird entsetzlich eng auf der K15. Rechts die Masse der L?ufer, ganz links die Spitze der Halbmarathonis und dazwischen jagen die Skater hindurch. Das finde ich nicht gerade optimal und verdammt gef?hrlich. Der Veranstalter sollte diese Situation n?chstes Mal besser vermeiden.

Die Halbmarathonwendemarke ist auch schon erreicht und auf einmal wird es richtig leise. Der Strom der L?ufer betr?gt nur noch ein Drittel. Bei Km 15 kommt mir der f?hrende Marathonl?ufer entgegen. Dann erst mal keiner. Eine Minute sp?ter folgt mal wieder einer. Dann erst ein paar mehr.

Pl?tzlich endet der Wald und einige Gesch?pfe stehen am Waldrand. Es sind tats?chlich Zuschauer. Abz?hlen kann man die an einer Hand. Die Sonne zeigt sich jetzt von ihrer besten Seite. Sie w?rmt und strahlt und ich mit ihr. Denn ich bin froh, da? ich in der Kleiderfrage das richtige N?schen hatte. Soll hei?en: Kurztight und Halbarmhemd. Gefrostelt hat es nur am Start ein wenig und eben auf den ersten 6 Kilometer, als auch der Wind unangenehm blies. Davon ist jetzt wieder ein wenig zu sp?ren.

An der Wendemarke in Schaidt bei Km 17 messe ich den Abstand zu meinen Mitstreitern von Passtschon98. Eric hat zwei und Rainer drei Minuten R?ckstand. Na, wenn ich da mal nicht zu schnell bin. Auf meine Marschtabelle eile ich eine Minute voraus.

Der Weg zur?ck kommt mir schwieriger vor. Es geht leicht bergan. Moment, vielleicht nur zwei Meter. Trotzdem registriere ich das. Die gesamte Strecke weist gerade einmal 20 H?henmeter auf, kumuliert versteht sich. Also wirklich flach. An der Halbmarathonmarke biegen wir rechts ab und verlassen die K15. Wir laufen um ein paar Ecken immer s?dw?rts. An der Wendemarke bei Km 26 und ein bi?chen ist das benachbarte Frankreich ziemlich nah.

Meine Beine beginnen m?de zu werden, ich sp?re es ganz deutlich. Meine Kilometerdurchgangszeiten werden auch merklich schlechter. Mit M?he kann ich den 5:00er Schnitt halten. Eric ist bereits drei Minuten zur?ckgefallen, Rainer l?uft mehr oder weniger in seinem Windschatten. Gunter und Klaus haben exakt drei Kilometer R?ckstand, aber die laufen ja nur locker zum Training f?r Mainz bzw. den Rennsteig mit. Ihre Aufmunterung hilft bedauerlicherweise nur wenige 100 Meter, dann gebe ich im Tempo wieder nach.

Nach 31 Kilometern bin ich wieder auf der K15. Gerade, nur noch gerade aus und gerade habe ich mich noch genau auf Zielzeit 3:30 befunden; pl?tzlich nicht mehr. Die Zeiten gehen zur?ck und liegen bei bescheidenen 5:10 pro Kilometer. Bei der n?chsten Verpflegungsstation g?nne ich mir zum Trinken eine kleine Gehpause; an der n?chsten auch noch mal. Die tun richtig gut. Ich rechne jetzt mal im 6:00er Schnitt und stelle fest, da? ich dann locker im Ziel unter 3:40 bleibe. Erst bei Kilometer 37 ?berhole ich die ersten Geher. Auf die bin ich sonst immer viel fr?her gesto?en. Liegt wohl daran, da? ich schneller geworden und in eine andere Klasse aufgestiegen bin. Der Bienwald liegt inzwischen hinter mir und der Wind ist herrlich. Die Sonne hat mich wieder. Es geht an Feld und Acker entlang. Was f?r ein herrlicher Fr?hlingstag. Auch die Weidenk?tzchen zeigen es ganz deutlich. Der Winter ist passe`.

Es riecht jetzt nicht mehr nach Wald sondern nach frischer Landluft. Ich laufe nur noch Zeiten von 5:35, au weia. Der Stadionsprecher ist in der Ferne zu h?ren und die letzte Kurve runter vom Feldweg auf die Stra?e folgt. Wieder einmal Zuschauer. Kaum zu glauben. Vor dem Bienwaldstadion h?ufen die sich sogar. Ich halte mal ein wenig Ausschau nach Lisa, die dort irgendwo mit der Kamera warten sollte. Tut sie aber nicht. Ich bin doch zu schnell unterwegs gewesen. Das Zuschauerspalier liegt bereits hinter mir. Im Stadion sind noch fast eine Runde zu laufen. Die Uhr zeigt 3 Stunden und 35 Minuten an. Sie bleibt mit 58 Sekunden auf dem Display f?r mich stehen. Wahnsinn!. Meine Marathonbestzeit habe ich um ?ber 11 Minuten verbessert. Ich bin so froh. Und m?de! Lisa entdeckt mich, aufgeregt fuchtelt sie nach der Kamera. Geht doch. Jetzt erstmal setzen und ein Bierchen genie?en, nicht dieses s??e Iso-Zeugs.

Lisa war auch gut unterwegs. Netto 1:55 f?r den Halben. Ich erz?hle ein wenig vom Lauf und komme etwas zur Ruhe. Ich vermute, da? Eric und Rainer gleich kommen m??ten. Irgendwie habe ich immer damit gerechnet, da? die mich auf der Strecke ?berholen m??ten. Nach 5,5 Minuten erreicht Rainer das Ziel. Richtig frisch wirkt er nicht mehr. Die W?rme hat bestimmt kr?ftig zugesetzt. Eric wird auch noch von Gunter und Klaus eingeholt. Denen ?bergebe ich auf der Zielgeraden ein Bierchen zum Ansto?en. Das Publikum guckt etwas sparsam. Der "Holl?nder" gibt alles, schafft auch noch eine Zeit unter 3:55. Na also, jetzt haben wir Zeit zu relaxen und um krampfl?sende Ma?nahmen einzuleiten.

Zu den Duschen m?ssen wir von unserem Auto sagenhafte 15 Meter gehen. Und: sie sind hei?. Sauber und erfrischt kommt nun der gem?tliche Teil des Tages. Zielzigarre und weitere Bierchen. Also heute ist wirklich ein gl?nzender Tag. Grins!

Fazit: manche Schimpfen auf die Strecke, sie w?re langweilig. Ich nicht; ich bin ein Freund von langen Geraden. Die Organisation war sehr gut, die Verpflegungsstellen waren Standard, mehr nicht. Die Zeitmessung ist nicht mehr up-to-date. Verbesserungen sind insgesamt m?glich. Empfehlen m?chte ich den Lauf aber auf jeden Fall. Mir hat es gefallen.

5km-Splits
   5 0:24:22
10 0:24:42
15 0:25:01
20 0:24:39
25 0:25:03
30 0:25:30
35 0:26:33
40 0:28:07


1. H?lfte 01:44:15
2. H?lfte 01:51:43


Anmerkung: Bildergalerie, Ergebnisliste und Webseite
#11: 28. Bienwaldmarathon | Anmelden bzw. neues Benutzerkonto einrichten | 2 Kommentare
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Re: #11: 28. Bienwaldmarathon

(Bewertung: 0)
von Gast am 12.03.2003, 12:48 Uhr
Hallo!

Interessanter Bericht. Nur ein Hinweis zur Brutto-Zeit: Bei Meisterschaften gilt lt. DLV immer die Bruttozeit. Daher erfordert diese auch keinen Chip. Da hilft nur richttig einordnen. Ich habe ihn nicht vermisst. Ist aber Geschmachssache.

Grüße aus Mainz,

Mario




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